Siebenstellig für die Nachnutzung

OB-Plan: Aus Herz-Jesu-Kirche soll "KulturParadies" werden

+
Soll zum "KulturParadies" werden: Für die Nachnutzung der Herz-Jesu-Kirche versprach Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann jetzt, sich um Finanzierungsmöglichkeiten zu bemühen.

Aus der Herz-Jesu-Kirche in Bockum-Hövel soll ein "KulturParadies" werden - ein entsprechendes Angebot inklusive. Das verspricht Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Bockum-Hövel – Auf dem Weg von der Idee zum Versprechen hat die CDU dem Projekt noch mal einen schön klingenden Namen gegeben: Die Nachnutzung der Herz-Jesu-Kirche, die seit dem Schwelbrand vor einem Jahr geschlossen ist und nach einem Beschluss des Bistums Münster entweiht werden soll, läuft ab sofort unter dem Label „KulturParadies“ mit großem „P“ mitten im Wort. Vera Dunkel-Gierse, Bezirksvorsteherin und Spitzenkandidatin der Bockum-Höveler CDU, hatte die Idee verkündet, Parteifreund und Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann versprach jetzt bei seiner „Mensch-Thomas-Tour“ genannten Wahlkampfreise, viel Geld dafür locker zu machen: Siebenstellig.

Zeugen der Ankündigung waren rund 80 Teilnehmer der Tour auf dem Kirchplatz. In Frage komme, so der OB, der auch wiedergewählt werden will, ausschließlich eine würdevolle Nachnutzung. Und die sieht er darin, aus der Kirche an der Hammer Straße ein „KulturParadies“ zu machen – als Spielstätte für Schauspiel, Konzerte und Kabarett sowie als Ort für Ausstellungen.

Das Kulturprogramm soll von den lokalen Akteuren zusammen mit dem städtischen Kulturbüro entwickelt werden. Außerdem könnten hier Lesungen stattfinden sowie bildende Künstler und Fotografen ihre Werke präsentieren. Die Kirche weise alle Merkmale für ein Theater mit Bühne und einem großen Zuschauerraum auf, so Dunkel-Gierse, und „durch die wunderschönen Buntglasfenster hat sie eine besondere und festliche Atmosphäre.“

Umgestaltung mit hohen Kosten verbunden

Das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus eröffne weitere Möglichkeiten, zum Beispiel für die Zusammenkunft von Vereinen und kirchlichen Gruppen, darüber hinaus für Seminare der Volkshochschule – es fiel das Begriff „kommunale Begegnungsstätte“. Und die Bezirksvorsteherin betonte, das künftige „KulturParadies“ werde einen völlig anderen Charakter als die bisherigen Kulturorte im Stadtbezirk haben.

Die Umgestaltung werde mit hohen Kosten verbunden sein, sagte Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann, und sprach von einem siebenstelligen Betrag. Die Stadt Hamm werde sich zur Finanzierung auch um Fördermittel bemühen und anschließend das Konzept „KulturParadies“ verwirklichen.

Kirche hat "identitätsstiftende Bedeutung"

Die Bezirksvorsteherin begrüßte das sehr. „Nach dem Motto ‚Man soll die Kirche im Dorf lassen‘ sind wir gegen einen Abriss“, sagte sie, „die Herz-Jesu-Kirche, in der viele Bockumer getauft, zur Kommunion gegangen sind und getraut wurden, ist ein Stück Heimat und hat eine identitätsstiftende Bedeutung für das Umfeld.“

Und auch der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Johannes Wacker, und der Vorsitzende des Pfarreirats, Dieter Reppenhorst, dankten dem Oberbürgermeister und der CDU ausdrücklich für ihre Initiative zur Umgestaltung der Kirche. - WA/mig

Kirche Herz-Jesu in Bockum-Hövel nach Brand

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare