Kanada-Auswanderer

Neues Grusel-Haus: Gerd Willenberg lebt seinen Halloween-Traum in seiner neuen Heimat weiter

Das Halloween-Haus von „Mr. Halloween“ Gerd Willenberg in Kanada.
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Gerd Willenberg hat sein Domizil in Blind Bay in Kanada in ein Halloween-Haus verwandelt

Er hat es wieder getan: Der gebürtige Herringer Gerd Willenberg hat sein Halloween-Haus nach Kanada „verlagert“ und erfreut dort die Menschen.

Herringen/Blind Bay – Geplant war es nicht. Doch die Corona-Pandemie hat auch die Pläne von „Mr. Halloween“ Gerd Willenberg durcheinandergewirbelt. Statt Gäste aus Hamm durch seine Wahlheimat zu führen, lehrt er jetzt den Kanadiern das Fürchten: Sein Domizil in Blind Bay, rund 400 Kilometer nord-östlich von Vancouver gelegen, hat Willenberg in ein Halloween-Haus verwandelt – und es damit sogar in die kanadischen Medien geschafft. Und: Ähnlich wie in Hamm, bittet er auch in Kanada um Spenden für bedürftige Menschen. Neben Geld sammelt Willenberg nicht-verderbliche Lebensmittel für eine Organisation im nächst gelegenen größeren Ort Salmon Arm.

Bei Null angefangen

Unter anderem dort hatte Willenberg die zahlreichen Figuren und Lichterketten für sein neues Halloween-Haus erworben. „Ich musste bei Null anfangen. Das Equipment des Herringer Halloween-Hauses hatte ich zu Beginn des Jahres ja an Toni May verkauft“, so Willenberg, der eigentlich erst 2021 sein kanadisches Halloween-Abenteuer starten wollte. „Doch in Kanada herrscht weiterhin Einreiseverbot.“ Als Folge dessen hätten mehrere Freunde ihren Besuch absagen müssen. „Also hatte ich Zeit, mich um das Halloween-Haus zu kümmern.“

Die verschiedenen Geschäfte waren für den Grusel-Fan wie eine Goldgrube. „In Kanada ist es viel einfacher an Halloween-Sachen zu kommen als in Deutschland.“ Hier gebe es die verrücktesten Dinge, beispielsweise eine alte Dame mit einem Skeletthund auf dem Schoß. Obwohl der Halloween-Kult in seiner Wahlheimat stark verbreitet ist, hat Willenberg zumindest in Blind Bay und Umgebung kaum HalloweenHäuser ausmachen können. „Das hat mich schon ein wenig überrascht“, sagt er.

Auch vermutlich deshalb sind die Medien auf den Deutschen aufmerksam geworden, der sein Haus mit Geistern, Skeletten und anderen teilweise sich bewegenden Horrorfiguren gestaltet hat. Er habe sogar einen Friedhof angelegt, berichtet Willenberg, der sich selbst als „Perfektionisten“ bezeichnet.

6.000 Glühbirnen bemalt

Das hat unter anderem dazu geführt, dass er die rund 6.000 Glühbirnchen auf dem Dach seines Hauses von Hand angemalt hat. Warum? „Weil ich trotz des großen Angebots die passenden Lichter nicht gefunden haben“, sagt Willenberg.

Er hat inzwischen auch schon eine Helferin an seiner Seite, die ihm beispielsweise beim Verteilen der Süßigkeiten hilft. „Die Erschrecker fehlen mir aber noch.“ Willenberg hofft, dass der Pool der Unterstützer in den kommenden Jahren anwachsen wird. Denn auch sein Halloweenhaus soll mit der Anzahl der Helfer wachsen.

Geöffnet hat es seit dem 15. Oktober. Natürlich sind die Besucherzahlen mit denen aus 2019 in Herringen – es waren damals rund 16.000 – nicht zu vergleichen. „Aber auch hier sind wir vor 15 Jahren klein angefangen“, so Willenberg. Auch das Wetter habe in den vergangenen Tagen nicht immer mitgespielt. „Regen, Sturm und Schnee: Wir hatten schon alles dabei“, berichtet er.

Positive Rückmeldungen

Dennoch ist Willenberg mit seiner kanadischen Premiere zufrieden, zumal er von den Besuchern „viele positive Rückmeldungen erhalten hat“. Und die bestärkten ihn, den Weg fortzusetzen.

Willenberg hat übrigens alles Corona-konform angelegt. Es gibt einen Rundweg, bei dem natürlich auch auf den Mindestabstand geachtet wird. „Denn auch in Kanada ist Corona weiterhin ein Thema“, so Willenberg, der das Geschehen um das geplante Hammer Halloweenhaus von Toni May mit Interesse verfolgt hat. Es sei zwar bedauerlich, dass die Veranstaltung abgesagt werden musste. Aufgrund der Entwicklungen in Hamm sei das aber verständlich.

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