Hochhaus-Debatte bereitet Herringer SPD Sorge

HERRINGEN -  Vor dem Hintergrund der emotional geführten Diskussionen um die Situation an der Waldenburger Straße erläutert die Herringer SPD ihre Sichtweise. Dass inzwischen „rechtsradikale Gruppen offen und in menschenverachtender Weise Stimmung gegen Einwanderer machen“, bereitet den Genossen große Sorgen.

„Die Anfeindungen gegen Einwanderer können absolut nicht nachvollzogen werden.“ Gar kein Verständnis könne die SPD dafür aufbringen, wenn Kommunalpolitiker, die selbst einen Migrationshintergrund haben, mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen ihr politisches Süppchen kochen wollen.

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„Herringen wäre in der jetzigen Form ohne Einwanderer nicht möglich geworden. Vor über 100 Jahren kamen der Arbeit folgend Menschen aus osteuropäischen Regionen nach Herringen, um hier durch harte Arbeit im Bergbau ihr Geld zu verdienen und ihre Familien zu ernähren.“ Durch die seinerzeit eingereisten Migranten sei das Ortsbild geprägt worden.

Dass sich die Stadtverwaltung  „nun endlich um die Häuser an der Waldenburger Straße kümmert“, ist aus Sicht der SPD löblich, jedoch fast schon zu spät. Bereits im Jahre 2000 – und damit lange vor anderen – habe die SPD den Vorschlag der Bürger aufgegriffen, die Häuser abzureißen. Die vom OB in Abstimmung mit den im Rat vertretenen Parteien gefasste Kaufentscheidung sei daher richtig. Die SPD werde da bei „der Stange“ bleiben. „Wichtig ist der Mensch und nicht die Aussicht auf Gewinnmaximierung oder kurzfristiger politischer Erfolg.“

Ein Abriss der Häuser dürfe aber nicht nur deshalb, so die SPD, erfolgen, weil Zuwanderer dort einquartiert werden. „Sondern jedem Mietwilligen muss ein gesundes Wohnen ermöglicht werden“, so die Genossen, die „kein Verständnis“ dafür aufbringen können, warum die Firma Westfleisch nicht die Dienste der Hammer Wirtschaftsförderung oder des Kommunalen Jobcenters in Anspruch genommen hat, um aus dem Kreis der Hammer Arbeitssuchenden geeignete Arbeitskräfte anzuwerben. Zum Schluss merkten sie noch an, dass Herringen weiterhin „demokratisch, frei, gastfreundlich und human bleiben muss“. - WA

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