Viele Gruselgehilfen im Halloweenhaus

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Ob Erschrecker, Sicherheitspersonal oder Menschen hinterm Imbissstand: Ohne freiwillige Helfer würde es das Halloweenhaus in dieser Form nicht geben.

Herringen - Gerd Willenbergs Halloweenhaus zugunsten der WA-Aktion „Menschen in Not“ kommt auch in diesem Jahr an – vor allem dank des Grusel-Labyrinths von Marcel Menges. Lehrte er 2008 nur mit einigen wenigen die Besucher das Fürchten, wird Willenberg mittlerweile von Dutzenden Helfern unterstützt.

Da sind die Erschrecker, das Sicherheitspersonal, Techniker oder Menschen wie Cordula Sauer, die die Besucher mit „schaurigen“ Köstlichkeiten versorgen. „Würstchen, Waffeln und Getränke gibt es immer“, sagt sie. An einigen Tagen habe man aber auch Halloween-Birnen, Halloween-Äpfel oder Marshmallowspieße im Angebot.

Auch ihre Söhne Tim und Nico sind in diesen Tagen im Dauereinsatz. Der 15-jährige Nico gehört zum Team der mittlerweile 40 bis 45 Erschrecker. „Und täglich kommen neue hinzu. Seit der Eröffnung des Halloweenhauses am vorigen Samstag haben sich über 20 weitere Erschrecker bei mir gemeldet“, berichtet sein älterer Bruder Tim, der als Teamleiter die Einsätze der Erschrecker koordiniert und der auch zum Sicherheitspersonal gehört. „Wir arbeiten in zwei Schichten. Pro Schicht sind 15 bis 20 Erschrecker im Einsatz, die einen von 17.30 bis 19.30 Uhr, die anderen ab 19.30 Uhr.“ Die jüngsten seien zehn Jahre alt.

Doch mit dem Erschrecken allein ist es nicht getan. „Am Ende des Tages zum Beispiel helfen wir beim Aufräumen und besprechen, wie der Tag gelaufen ist. Wir sind mittlerweile ein tolles Team“, sagt der 22-Jährige, der sogar einen Lageplan mit dem jeweiligen „Einsatzgebiet“ seiner Helfer ausgearbeitet hat. Möglichkeiten, die Besucher zu erschrecken, gibt es im Halloweenhaus reichlich. Einige Erschrecker lauern in schwarzen Boxen, andere hinter Ecken.

„Sechs bis acht sind im Grusel-Labyrinth im Einsatz“, sagt Sauer. Für das Highlight des Halloweenhauses wiederum zeichnet Marcel Menges aus Warendorf verantwortlich. Mehrere Wochen hat er an dem mit viel Technik ausgestatteten Labyrinth gebaut und ist jeden Abend vor Ort. Der Ober-Erschrecker empfängt die Besucher seines Labyrinths, verteilt Spektralbrillen an sie, gibt ihnen Hinweise und wünscht ihnen alles Gute auf ihrer Reise zu den bekanntesten Horrorgestalten des Kinos. Immer wieder muss er aber auch Besuchern den Zutritt verweigern: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nicht ins Labyrinth – es sei denn, sie werden von ihren Eltern begleitet.

Halloweenhaus Eröffnung 2017

Die können, insbesondere wenn sie kleinere Kinder dabei haben, den Erschreckern im Garten eine Auszeit gönnen. Das ist Gerd Willenberg sehr wichtig. „Eltern können sich am Eingang melden und uns sagen, dass sie keine Erschrecker wünschen. Dann geht einer aus unserem Team mit und sagt ihnen Bescheid.“ Eine die diese Aufgabe übernommen hat, ist die 17 Jahre alte Michelle Chmielewski, die über ihren Bruder Jason ins Willenberg-Team gekommen ist.

Dank auch an alle Nachbarn

Wie die beiden sind auch andere Mitglieder ihrer Familie große Halloween-Fans und unterstützen Willenberg und damit auch die WA-Aktion. Schon vor der Öffnung des Halloweenhauses treffen sich die Erschrecker bei ihr zu Hause, um sich gegenseitig zu schminken. „Wir haben jedes Mal eine Menge Spaß.“

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Den hat auch Deutschlands „schrecklichster Nachbar“. Doch Gerd Willenberg weiß: Ohne seine vielen Helfer könne er das alles nicht mehr stemmen. Ein dickes Dankeschön schickt er aber auch an die Besucher und insbesondere an seine Nachbarn, die das tägliche Spektakel vor seinem Haus ertragen müssen – und das noch zwölf Tage.

Das Halloweenhaus auf der Jägerstraße 55 hat noch bis zum 1. November jeweils ab 17.30 Uhr geöffnet. Speisen und Getränke werden gegen eine Mindestspende abgegeben.

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