Herringer Straße wird zum Magneten für Tierfreunde

Storchenfamilie als Attraktion - Rätsel um Papp-Hase gelöst

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Im dritten Jahr hat es endlich geklappt: Im Storchennest von Karl-Heinz Biermann, Werner Dierks und Karl-Heinrich Goershoff nistet ein Storchenpaar samt Nachwuchs.

Herringen – Eine kleine Attraktion ist derzeit die Storchenfamilie, die sich in einem Nest an der Holzstraße niedergelassen hat. Aus dem grüßte Ostern 2017 übrigens ein Papp-Osterhase.

Zwei Jahre haben Karl-Heinz Biermann, Werner Dierks und Karl-Heinrich Goershoff vergeblich gewartet. Doch im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Das von ihnen gebaute Storchennest an der Holzstraße wurde angenommen. Und: „Vor einem Monat sind drei Storchenküken geschlüpft“, freut sich Biermann.

Die sind mittlerweile zu einer kleinen Attraktion geworden. Immer wieder blieben Menschen stehen, um die Tiere zu beobachten. Dagegen sei, wie Biermann sagt, auch nichts einzuwenden. Allerdings sollten sie sich dem Nest nicht zu sehr nähern. Den einen oder anderen habe er schon darauf hinweisen müssen.

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Storchennest Anfang 2017 gebaut

Biermann, Dierks und Goershoff hatten das Storchennest Ende Februar/Anfang März 2017 gebaut und aufgestellt – aus einem rund sieben Meter hohen Telegrafenmasten und einem alten Wagenrad, das mit einem Gitter, Grasnarbe und Weidenruten verkleidet wurde. Und tatsächlich: Nach einigen Tagen – darüber hat Biermanns Enkel genau Buch geführt – kam tatsächlich ein Storch, um das Gelände zu erkunden. Niedergelassen hat er sich aber nicht.

2018 ergab sich dann ein ähnliches Bild. Biermann konnte immer wieder Störche im Umfeld seines Nestes sehen. Angenommen wurde es aber auch diesmal nicht.

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Pärchen hat sich gesucht und gefunden

Das sollte sich in diesem Jahr dann aber ändern: Das Storchenpärchen von der Holzstraße hat sich gesucht und gefunden, das Nest belegt und ausgebaut und schließlich Junge bekommen. „Das war am 18. Mai.“

Zunächst habe er zwei Köpfchen, kurze Zeit später dann auch ein drittes Junges gesehen, berichtet Biermann, der seitdem jeden Tag „seine“ fünf Störche beobachtet. Die ließen sich auch durch Traktoren auf den umliegenden Feldern nicht aus der Ruhe bringen.

Anwohner als echte Storchenexperten

In den vergangenen zwei Jahren haben sich Biermann und sein Enkel zu echten Storchenexperten entwickelt. Biermann geht davon aus, dass das Nest an der Holzstraße noch bis zum Herbst belegt sein wird. Mitte September dürften die Eltern gen Süden fliegen, drei bis vier Wochen später dann auch die Jungen, sagt er. Und er hat „gute Hoffnung“, dass das Nest im Februar/März 2020 wieder angenommen wird – so wie das Nest am Tibaum in Sandbochum, wo ein weiteres Storchenpaar Junge bekommen hat.

Damit hat der Stadtbezirk Herringen insgesamt zwei Storchenpaare. In Herringen selbst dürfte es aber das erste sein – zumindest seit langer Zeit.

Winkender Osterhase im Nest

Zwar nicht von Störchen, aber für einige Tage von einer „tierischen“ Gestalt war das Nest übrigens im April 2017 belegt. Unbekannte hatten damals die Nisthilfe „zweckentfremdet“ und zu Ostern einen winkenden Papp-Osterhasen ins Nest gesetzt. Die drei Erbauer grübelten Monate darüber nach, wer ihnen dieses „Ei“ ins Nest gesetzt hat.

Ein Papp-Osterhase im Storchennest grüßte im April 2017 die Menschen an der Holzstraße.

Jetzt, in diesem Jahr, folgte endlich des Rätsels Lösung: Anlässlich seines 70. Geburtstags bekam Karl-Heinz Biermann jede Menge Glückwunschpost. Einer der Gratulanten habe ihn später gefragt, ob ihm etwas an seiner Karte aufgefallen sei, erinnert sich Biermann. Er habe dies zunächst verneint und die Karte noch einmal hervorgeholt. Und siehe da: Vorne aufgeklebt war ein Foto von jenem Papp-Hasen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme noch im Garten des guten Freundes stand. „Er hat nichts gesagt, obwohl ich ihn jede Woche gesehen habe.“ Er habe sich aber über die Aktion gefreut.

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