Beliebter Treffpunkt in Herringen

Sanierungsstau im „Alten Bauhof“ sorgt Trägerverein

In der Kultur- und Begegnungsstätte „Alter Bauhof“ in Herringen stehen größere Sanierungsarbeiten an.
+
Im „Alten Bauhof“ in Herringen stehen größere Sanierungsarbeiten an.

Dach, Heizung, sanitäre Anlagen: Dem "Alten Bauhof" stehen große Investitionen ins Haus.

Herringen – Wie der Vorsitzende des Trägervereins „Alter Bauhof“, Hans-Jürgen Fröhlich, im Beisein der Herringer SPD und von OB-Kandidat Marc Herter erklärte, habe man angesichts der anstehenden Sanierungsarbeiten zwar Rücklagen bilden können. Diese reichten aber nicht aus, um alles finanzieren zu können. „Zumal wir seit Beginn der Corona-Pandemie praktisch keine Einnahmen mehr haben und die Kosten trotzdem weiterlaufen.“

Das bedeutet im Klartext: Ohne Hilfe von außen kann der Trägerverein die Sanierungskosten nicht stemmen. Hoffnung macht ihm und Andreas Feike, Chef der SPD-Bezirksfraktion, jedoch ein Blick in die Stadtbezirke Heessen und Pelkum, wo es ähnlich gelagerte Fälle gab und wo eine Lösung gefunden wurde. Das Land Nordrhein-Westfalen beispielsweise unterstützt den Erhalt des Brokhofs mit Fördermitteln in Höhe von rund 370 000 Euro aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“. Die Fördergelder, die erst vor wenigen Tagen offiziell übergeben wurden, sollen in eine „zeitgemäße Modernisierung und damit den Erhalt des Brokhofs für die nächsten Jahrzehnte gesteckt werden“. 2019 konnte sich die Arbeitsgemeinschaft der Pelkumer Vereine über einen städtischen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro für die Erneuerung der Lüftungsanlage in der Bürgerhalle freuen.

Brokhof und Bürgerhalle als Vorbilder

Doch lässt sich das auch auf den Bauhof übertragen? Genau diese Fragen wollen die Vertreter des Trägervereins und die SPD beantwortet wissen. Herter riet ihnen jedoch dazu, dass, bevor Anträge gestellt werden, erst einmal eine Bestandsaufnahme mit den zu erwartenden Kosten vorliegen muss. Dafür werde er sich als Oberbürgermeister einsetzen. Auf Grundlage der Analyse könnten dann Anträge gestellt werden.

Auch der Trägerverein hat sich schon seine Gedanken gemacht, wie es mit der Kultur- und Begegnungsstätte weitergehen kann. Wie Fröhlich und sein Stellvertreter, Frank Gickel, berichteten, habe man beispielsweise überlegt, den Dachboden des Bauhofs für eine Art Bergbaumuseum zu nutzen. Aufgrund der vielen Auflagen hinsichtlich der Erreichbarkeit und des Brandschutzes habe man davon aber wieder schnell Abstand genommen, erklärte Fröhlich. Daher werde man ihn nur als Lagerraum nutzen können. Vor diesem Hintergrund riet Herter dazu, nicht das gesamte neue Dach zu dämmen, sondern nur den Boden des Dachbodens. Das spare Kosten, Wärme aus den darunter liegenden Räumen gehe trotzdem nicht verloren. „Wird der Dachboden nur als Lagerraum genutzt, muss er auch nicht beheizt werden.“

Heizung soll gemietet werden

Apropos heizen: Hier soll eine Vereinbarung mit den Stadtwerken getroffen werden. Sie könnten, so die Idee, eine neue Heizung einbauen und diese dem Trägerverein vermieten. Für den dürften dadurch kaum zusätzliche Kosten anfallen, da er durch die neue Anlage und die Dämmung der Gebäude einiges an Energiekosten einsparen wird. Und das Geld könnte dann in die Miete fließen. Was die laut Vorstand ebenfalls erforderliche Sanierung der Fenster und Türen betrifft, gab Herter zu bedenken, dass hier der Denkmalschutz berücksichtigt werden müsse. In diesem Zusammenhang stellte er die Bedeutung des Bauhofs für Herringen heraus. Er sei ein Ort der Begegnung und die Heimat für viele Vereine.

Und genau die bräuchten, wie Feike es formulierte, eine Perspektive. Man dürfe das Thema nicht auf die lange Bank schieben. „Dach und Toiletten werden dadurch sicher nicht besser.“ Herter erklärte daraufhin, dass er sich dafür einsetzen werde, dass Planungsmittel für die Sanierung des Bauhofs als Verpflichtungsermächtigung in den neuen Haushalt eingestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare