RAG trägt Wall im Herbst ab: Auch in Corona-Zeiten geht es im CreativRevier Heinrich Robert weiter

Der Wall muss weg: Zwischen dem Netto-Markt an der Kamener Straße (unten links) und der Kokereistraße (Bildmitte) soll er bereits im Herbst abgetragen werden. Dadurch entsteht eine Sichtachse zum CreativRevier Heinrich Robert.
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Der Wall muss weg: Zwischen dem Netto-Markt an der Kamener Straße (unten links) und der Kokereistraße (Bildmitte) soll er bereits im Herbst abgetragen werden. Dadurch entsteht eine Sichtachse zum CreativRevier Heinrich Robert.

Die Entwicklung des CreativReviers Heinrich Robert in Hamm wurde durch das Coronavirus leicht ausgebremst. Pläne für erste Veranstaltungen im Herbst werden dennoch gemacht.

Herringen/Pelkum – Die Baugenehmigung für die Verwaltung und den Lichthof liegt seit März vor, die ersten Mieter wollten schon einziehen und auch die ersten Veranstaltungen waren fest eingeplant. Doch dann kam Corona und bremste die Entwicklung des CreativReviers Heinrich Robert aus. Dennoch: Getan hat sich auf dem Gelände in den vergangenen Monaten einiges, auch wenn das nur für wenige sichtbar war.

Aber das soll sich schon in Kürze ändern: Nicht nur, dass Investor Jürgen Tempelmann zusammen mit der Prisma für den Herbst die ersten kleinen Veranstaltungen – soweit es die Pandemie zulässt – plant. Konkret ist auch das, was die RAG Montan Immobilien plant: Der Wall zwischen dem Netto-Markt an der Kamener Straße und der Kokereistraße wird noch in diesem Jahr abgetragen. Das bestätigte Thomas Middelmann (RAG MI). „Wir werden im Herbst loslegen“, sagte er. Das genaue Datum könne er aber noch nicht nennen.

Weitere Pläne: Schäden beheben

Mit dem Abtragen des Walls wäre dann ein erster großer Schritt in Richtung Öffnung des Geländes getan. Ebenfalls noch in diesem Jahr, so hoffen die Beteiligten, soll die Entwicklung des Einzelhandels- und Dienstleistungszentrums an der Kamener Straße planungsrechtlich auf den Weg gebracht werden. Bevor dort aber etwas geschehen kann, muss der Wall weg.

Hinter dem wird auch aktuell kräftig gearbeitet. So werden die Schäden am Grubenmagazin, die beim Einsturz des Mannschaftsgangs vor drei Jahren entstanden sind, beseitigt. Tempelmann hofft, dass dieser Bereich bis Anfang 2021 aus der Bergaufsicht entlassen werden kann. Als nächstes soll dann die Maschinenzentrale saniert werden, damit die bereits vorhandenen Schäden „nicht noch größer werden“.

Baustelle Lichthof: Im „Herzstück“ des CreativReviers wurde der Rauchabzug entfernt.

Im Lichthof erste Büroräume fertig

Gearbeitet wird auch im Lichthof und den angrenzenden Bereichen. Die ersten Büros sind fertig und sollen in Kürze bezogen werden. In einem wolle man, so Tempelmann, potenzielle Mieter empfangen. Voraussichtlich im Oktober werde die Entwicklungsagentur ihre Büros in der ersten Etage beziehen.

Eines seiner Lieblingsprojekte ist derzeit das ehemalige Lohnbüro, wo in mühevoller Kleinarbeit der historische Fliesen- beziehungsweise Parkettboden, der jahrzehntelang unter einer Art Linoleum versteckt war, freigelegt wird. Zudem wurde hier die historische Decke sichtbar gemacht. In einem anderen Raum seien, so Tempelmann, Gipskonstruktionen entfernt worden. „Zum Vorschein kam die alte Trennwand aus Metall.“

Alt tritt Neu: Im CreativRevier wurden die ersten Büros hergerichtet. Freigelegt wurden die Original-Wände.

Wie der Investor erklärte, wolle man möglichst überall die historische Substanz erhalten. „Und nur, wo es nötig ist, etwas Neues einbauen – immer in Abstimmung mit den Denkmalschützern“, so Tempelmann, der für das Lohnbüro auch schon eine Nachnutzung vor Augen hat. Hier soll sich ein Gastronomiebetrieb ansiedeln.

Die Finanzierung

Im September sollen die Architekten ihre Arbeit aufnehmen. Sie müssen sich nicht nur mit den Gebäuden selbst, sondern auch mit der Infrastruktur befassen. Finanziert werden die Planungen aus einem Großteil der 2,3 Millionen Euro, die das Land der Entwicklungsagentur zur Verfügung gestellt hat.

Nicht verhehlen konnte Jürgen Tempelmann, dass die Corona-Krise ihn und die Entwicklungsagentur um ein Jahr zurückgeworfen hat. Ohne Corona hätte man bis zu 5 000 Quadratmeter vermieten können. In diesem Jahr werde man wohl leider keine neuen Mieter mehr begrüßen können, da sie ihre Verträge in anderen Immobilien verlängern mussten und erst einmal die Auswirkungen der Pandemie abwarten wollen. Doch Tempelmann bleibt zuversichtlich: „Alle haben weiter ein großes Interesse daran, sich im CreativRevier anzusiedeln.“

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