Tankproblem im Gersteinwerkhafen

Öl-Unfall am Kanal: Schmierfilm und Gestank vor der Marina Rünthe

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[Update] Rünthe/Herringen/Stockum - Es stinkt, Schlieren spiegeln auf dem Wasser, doch Gefahr besteht nicht: Bei einem Unfall am Rande des Datteln-Hamm-Kanals sind am Dienstag mehrere tausend Liter Gasöl ausgelaufen. Der dünne Ölfilm schwimmt nun vor der Marina.

Anwohner und Spaziergänger nahmen den Geruch auf dem Wasser deutlich war. Dirk Kempke von der Feuerwehr Rünthe gab jedoch Entwarnung: Es gebe keinen Grund zur Sorge. Der Ölteppich sei so dünn und von so geringer Intensität, dass keine weiteren Maßnahmen mehr möglich seien. 

Die Untere Wasserbehörde Kreis Unna und die Feuerwehr beobachten den schmierigen Film jedoch weiterhin. In einem stundenlangen Einsatz hatten die Einsatzkräfte am Dienstag das Öl zum größten Teil abgepumpt.

Der Öl-Film ist deutlich sichtbar, doch zu dünn um weiter abgepumpt zu werden.

Öl-Unfall bereits am Dienstag

Nach Angaben des Hammer Stadtpressesprechers Tom Herberg bildete sich infolge des Unfalls im Kohlehafen ein großer Ölfilm auf dem Wasser. Eine Umweltgefährdung sei dennoch nicht gegeben, hieß es von Seiten des Hammer Umweltamtes und der Feuerwehr.

Ursächlich für den Unfall gegen 8.30 Uhr am Dienstagmorgen war ein Problem beim Umpumpen zwischen den Motoren eines 95 Meter langen Kanalschiffes im Kraftwerkshafen, wie Stefanie Bersin für die Wasserschutzpolizei erklärte. 

Infolge eines Überdrucks sei es zum Überlauf beziehungsweise Austritt des in der Schifffahrt genutzten Gasöls gekommen. Ein dünnschichtiger Ölfilm legte sich somit im Hafenbereich aufs Wasser - ein kleiner Teil davon trieb auf einer Länge von rund zwei Kilometern in den Kanal.

Stundenlang waren die Einsatzkräfte am Gersteinwerk im Einsatz. 

Unter Federführung der Wasserschutzpolizei Datteln und unter Beobachtung des Hammer Umweltamtes kümmerten den ganzen Dienstag über Kräfte der Feuerwehr und der Werksfeuerwehr um die Beseitigung des Schadens, indem sie das Öl von der Wasseroberfläche absaugten. 

Anzeige für Gewässerverunreinigung

Schwimmende Barrieren verhinderten das Weitertreiben des Öls. Laut Herberg wird das Umweltamt die Situation weiter beobachten.

Weil es sich bei Gewässerverunreinigung um einen Straftatbestand handelt, stellt die Polizei dem 56 Jahre alten Schiffsführer zeitnah eine entsprechende Anzeige zu. Unklar blieb, welche konkreten Konsequenzen diese haben wird.

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