Nach Hochhausabriss: So geht es an der Waldenburger Straße weiter

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Einen ersten Entwurf für die Gebäude, die Wilczek Immobilien an der Waldenburger Straße bauen will, gibt es bereits. Das Interesse an dem neuen Wohnraum scheint groß zu sein.

Herringen - So voll war es in der Bezirksvertretung Herringen schon lange nicht mehr: Mehr als 30 Bürger waren erschienen, um aus erster Hand etwas über die Bebauung der Brachfläche an der Waldenburger Straße zu erfahren. Später wurde dann auch noch von den Bezirksvertretern der Bebauungsplan – hier der Satzungsbeschluss – einstimmig empfohlen.

Das „Ja“ des Rates vorausgesetzt, wird er schon in Kürze Rechtskraft erlangen. Mit einem Baustart noch in diesem Jahr, so wie von der Stadt kommuniziert, dürfte es aber eng werden. Spätestens im Frühjahr 2019 werde man aber loslegen, sagte Antonius Mertin von der Firma Wilczek Immobilien Management auf Anfrage unserer Zeitung.

Beginnen werde man auf jeden Fall mit den 33 Seniorenwohnungen. Errichtet werden soll diese Anlage, wie Mertin im Rahmen der Bezirksvertretersitzung erklärte, an der Holzstraße/Ecke Waldenburger Straße. Östlich davon sind drei Seniorenbungalows und südlich zwölf Miet-Reihenhäuser für Familien – allesamt öffentlich gefördert und demnach mit einem Quadratmeterpreis von 5,55 Euro versehen – geplant. Zur Seniorenwohnanlage gehörten auch eine Grünfläche als Begegnungsfläche, ein Gemeinschaftsraum für niederschwellige Angebote, Stellplätze sowie eine „Tiefgarage“ für Elektromobile.

Terrasse oder Balkon für alle Wohnungen

Die Wohnungen der Seniorenwohnanlage sind zwischen 49 und 67 Quadratmeter groß. Mertin: „Vorgesehen sind zwölf Wohnungen für zwei Personen und 21 Wohnungen für Singles.“ Alle seien barrierefrei und hätten, je nach Lage, eine Terrasse beziehungsweise einen Balkon. Die Seniorenbungalows seien jeweils 67 Quadratmeter groß, die Miet-Reihenhäuser 97 (zehn) beziehungsweise 112 Quadratmeter (zwei). Südlich der Reihenhäuser will die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft noch einige Doppelhäuser bauen, die am Mittwoch aber nicht Gegenstand der Diskussion waren.

Startschuss Abriss der Hochhäuser an der Waldenburger Straße Hamm

Für die Wilczek-Pläne gab es viel Lob. „Das Konzept überzeugt mich“, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Feike mit Blick auf die öffentlich geförderten Wohnungen. Ebenso wie er drängte auch Dr. Cevdet Gürle (Pro Hamm) auf einen „zeitnahen Baustart“. Enttäuscht zeigte sich Sonja Bay (Die Linke). Von dem ursprünglichen Konzept sei nicht mehr viel übrig geblieben. Sie hätte sich noch mehr öffentlich geförderte Wohnungen gewünscht. Aus dem Plenum kam auch der Wunsch nach behindertengerechten Wohnungen auf.

„Barrierefrei ist nicht gleich behindertengerecht“

Denn: „Barrierefrei ist nicht gleich behindertengerecht“, wie Mertin sagte. Man sei aber dazu bereit, in Einzelfällen über eine entsprechende Ausstattung zu sprechen. Das wäre dann vor allem im Sinne von Bay, die sich zudem dafür aussprach, bei der Vergabe der Wohnungen auch jüngere Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zu berücksichtigen. Ähnlich äußerte sich SPD-Ratsherr Franz Tillmann mit Blick auf größere Familien mit zum Beispiel vier Kindern.

Anspruch auf die Wohnungen beziehungsweise Miet-Reihenhäuser haben Personen mit einem Wohnberechtigungsschein. Weitere Kriterien sind der Quartiersbezug und – bei den Seniorenwohnungen – das Alter. Das liegt bei 60 Jahren und mehr. Zwar hatten sich schon beim ersten Investor etliche Bewerber in eine Liste eingetragen. Sozialamtsleiter Frank Schulte riet aber alle Interessierten, sich noch einmal zu melden, um die Liste auf den aktuellsten Stand zu bringen. Das betrifft vor allem Familien, die sich für ein Reihenhaus interessieren. Sie sollten sich bei der Firma Wilczek oder im Sozialamt melden.

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