Stadt Hamm zieht Konsequenzen

Müll-Security für den Lippepark - Auch Grill-Verbot möglich

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Mülle im Lippepark am Wochenende 21./22. April 2018.

Hamm - War’s das mit dem Grillvergnügen im Lippepark? Die Stadt schließt dieses Szenario nicht mehr aus, nachdem am die Besucher wieder mal Berge von Müll hinterlassen haben, ohne diesen fachgerecht zu entsorgen. Doch das ist noch nicht alles.

Auch am Samstag, 21. April, waren zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) im Park unterwegs, um Fehlverhalten wie das Liegenlassen von Müll, das Grillen an unerlaubten Stellen und das Befahren des Parks mit Autos zu ahnden. Man habe, so Stadtsprecher Tom Herberg, sieben mündliche Verwarnungen wegen diverser Fehlverhalten ausgesprochen und drei Verwarnungsgelder verteilt. Ob dies jedoch reicht, um die Besucher zu „erziehen“?

Zur Unterstützung des Kommunalen Ordnungsdienstes beziehungsweise in dessen Ergänzung wird die Stadt am kommenden verlängerten Wochenende erstmals einen privaten Sicherheitsdienst in den Lippepark schicken. Er soll dort Streife gehen und die Besucher gezielt auf ihr Fehlverhalten ansprechen. „Je nach Witterung werden bis zu vier Sicherheitsleute im Einsatz sein“, sagte der Stadtsprecher.

Schwerpunkt werde der Feiertag am 1. Mai sein. Für diesen Tag rechne man mit einem erhöhten Besucheraufkommen im Park. Bis zum kommenden Dienstag werde man auch einige Event-Mülleimer auf der Südfläche von Schacht Franz aufstellen.

Freizeit-Müll im Lippepark und auf der Kissinger Höhe

Nach dem Einsatz, den Herberg als „Testphase“ bezeichnete, wird die Stadt dann Bilanz ziehen und schauen, inwieweit die gezielte Belehrung der Besucher Früchte trägt. Da dies aber sicher nicht von heute auf morgen der Fall sein werde, wolle man auch an den darauf folgenden Wochenenden und Feiertagen einen privaten Sicherheitsdienst in den Park schicken, so der Stadtsprecher, der zu den Kosten noch nichts sagen konnte.

Allein könne der Kommunale Ordnungsdienst dies nicht schaffen, zumal seine Dienste auch bei Großveranstaltungen wie dem "Hammer Summer" gefragt seien. Verwarnungsgelder könne der Sicherheitsdienst aber nicht aussprechen, so Herberg.

Grillverbot und mehr am 1. Mai in der Geithe

Neben der Stadt hat sich auch die Herringer Interessengemeinschaft (HIG) des Problems angenommen. Bei einem Netzwerktreffen am 12. Mai im Bauhof soll mit Anwohnern des Parks, darunter auch drei Sport- und drei Moscheevereine, erörtert werden, wie man die Probleme in den Griff bekommen kann.

Und wenn das alles nicht hilft? „Dann müssen wir ernsthaft überlegen, das Grillen zu untersagen. Das wäre der Worst Case“, so Herberg.

Öffentlich grillen in Hamm: Hier ist es erlaubt

Probleme auch auf der Kissinger Höhe

Unrat auf der Kissinger Höhe.

Probleme mit Müll gibt es aber nicht nur im Lippepark, sondern auch auf der Bergehalde „Kissinger Höhe“. Auch dort türmte sich am Wochenende der Unrat.

Jens Hapke, Sprecher des Regionalverbands Ruhr, betonte, dass man bemüht sei, die Halde alle 14 Tage zu säubern. Man habe bewusst darauf verzichtet, Mülleimer aufzustellen. Die Erfahrung an anderen Stellen habe gezeigt, dass dort, wie Abfalleimer stehen, das Müllaufkommen noch größer sei. „Wir können daher an die Besucher nur appellieren, ihren Müll mit nach Hause zu nehmen.“

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