RAG reißt 63 Gebäude auf Heinrich Robert ab

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Das größte Gebäudeensemble der Zeche Heinrich Robert ist die Aufbereitung. Sie und ihre Nebenanlagen werden abgerissen.

Herringen - Auf der Zeche Heinrich Robert beginnen in diesen Tagen die vorbereitenden Arbeiten zum Abriss der Aufbereitung und ihrer Nebenanlagen. Voraussichtlich im Mai wird dann auch schweres Gerät anrücken. Insgesamt müssen 63 Gebäude und kleinere Objekte abgetragen werden.

Wie Frank Schwarz, Sprecher der RAG Montan Immobilien, erklärte, seien die jetzt anstehenden Arbeiten der erste Schritt zur Wiedernutzbarmachung der – ehemaligen – Bergwerksfläche. Zu den vorbereitenden Arbeiten gehören unter anderem das Aufstellen von Containern sowie Entkernungs- und Dekontaminationsmaßnahmen im Inneren der abzureißenden Gebäude. „Von denen werden die Anlieger allerdings kaum etwas mitbekommen“, meinte Schwarz. 

Insgesamt werden 63 einzelne Objekte mit rund 270 000 Kubikmeter umbautem Raum abgetragen. „Neben der eigentlichen Aufbereitung werden wir auch die Bandanlagen bis zum Bergebunker sowie den Bereich rund um die grünen Hallen abreißen“, kündigte Schwarz an. Wie der Sprecher weiter ausführte, werde man den anfallenden Bauschutt an Ort und Stelle zerkleinern. Das saubere Material werde man mit Blick auf die geplante Nachnutzung wieder einbauen, das kontaminierte Material fachgerecht entsorgen, so der Pressesprecher. „Die gesamte Maßnahme wird durch einen Gutachter und eine technische Bauüberwachung vor Ort kontinuierlich begleitet.“

Die RAG Montan Immobilien geht davon aus, dass diese erste Phase des Rückbaus bis Ende 2018 abgeschlossen sein wird. Ob und welche Phasen es danach geben wird, steht noch nicht fest. „Das hängt von der Vermarktung und dem Denkmalwert der übrigen Gebäude ab“, so Schwarz. 

Die RAG Montan Immobilien wird die Arbeiten montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr so ausführen lassen, dass eine Belästigung der Nachbarschaft speziell durch Staubemissionen „möglichst vermieden wird“. Sollten sich dennoch Beeinträchtigungen ergeben, steht seitens der RAG der zuständige Projektingenieur Robert Bures (Telefonnummer 0201/378-22 80, Mail: robert.bures@rag-montan-immobilien.de) als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Revitalisierung des Standorts stellt nach Angaben der RAG „eines der größten Bergbaunachfolgeprojekte im östlichen Ruhrgebiet dar“. Auf dem CreativRevier Heinrich Robert sollen ein Kreativquartier, Wohn- und Gewerbeflächen sowie ein Bereich für regenerative Energien entstehen.

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