"Mobiler Kiosk" nicht nur für Lippepark geplant

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Ein Lastenfahrrad, so die Vorstellung der Jugendlichen, könnte in einen mobilen Kiosk umgebaut werden

Herringen - Beim Ferienspaß können Besucher des Jugend- und Stadtteilzentrums "Haus der Jugend" Ideen äußern, wie das Projekt "Mobiler Kiosk" für die Versorgung der Besucher des Lippeparks und anderer Bereiche möglich gemacht werden kann.

Es handelt sich dabei um eine Idee aus dem Jugendforum. Stadtteilkoordinatorin Raziye Duman, Anneke Hammerl-Wehmeier (Haus der Jugend) und Stadtteilarbeiterin Lisa Palmieri informierten darüber und über weitere Ideen auf der jüngsten Bezirksvertretersitzung.

Für den Lippepark wünschen sich die Jugendlichen unter anderem einen Sonnenschutz, Toiletten, Trinkwasserspender, ein Volleyballfeld, ein Trampolin und einen WLAN-Zugang auf der einen und weniger Müll auf der anderen Seite. Vorgeschlagen wurden zudem Treffpunktmöglichkeiten für Jugendliche an den Wochenenden und in den Ferien, eine Rutsche in der „Lagune“ sowie mehr Geschäfte und Büdchen. Bemängelt wurden die teilweise überfüllten Einsatzwagen der Stadtwerke nach Schulschluss und teure Bustickets. 

Vor allem aus finanziellen Gründen lassen sich nicht alle Wünsche umsetzen. So lehnt es die Verwaltung ab, einen Trinkwasserspender aufzubauen: Schließlich gab es bereits früher einen Trinkwasserspender, der inzwischen abgebaut wurde, weil man ihn immer wieder kaputtgemacht hatte. Auch die Ansiedlung einer Filiale der Bekleidungskette Primark, die bei Jugendlichen sehr beliebt ist, wird in Herringen sicher ein Wunsch bleiben – schließlich hatte die Kette zuletzt nicht einmal im Stadtzentrum einen Markt einrichten wollen. 

Dennoch wurden konkrete Ideen entwickelt, wie auf die Vorstellungen der Jugendlichen eingegangen werden kann. Lisa Palmieri kündigte an, dass man einen Info-Nachmittag zum Thema „Nahverkehr“ plane. Ferner soll es einen Info-Tag rund um den Lippepark und ebenfalls dort eine Müllsammelaktion geben. Im „Haus der Jugend“ gibt es ferner Überlegungen, mit Geld aus dem Jugend- und Förderplan – insgesamt stehen 5 000 Euro zur Verfügung – unter anderem Sonnenschirme für den Lippepark anzuschaffen und diese auszuleihen. Zudem soll in einer gemeinsamen Aktion mit den Jugendlichen ein Lastenfahrrad zu einem mobilen Kiosk umgebaut werden. Sinnvoll sind aus Sicht der Verantwortlichen im Jugend- und Stadtteilzentrum auch weitere WC-Hinweisschilder. Ein Traum dürfte hingegen die von Jugendlichen gewünschte große Rutsche in der „Lagune“ bleiben. Man wolle aber, so Palmieri, einen Ausflug ins „Maximare“ anbieten.

Bereits während des Ferienspaßes im „Haus der Jugend“ will man sich konkret mit dem mobilen Kiosk befassen (17. Juli). Eine Woche später soll eine Müllsammelaktion im Lippepark steigen. Das nächste Jugendforum findet im September statt. Palmieri: „Mit den Jugendlichen befinden wir uns aber im ständigen Austausch.“ 

Die Herringer Politiker begrüßten die Initiativen. Ein wichtiger Ansprechpartner dabei sei, so SPD-Ratsherr Franz Tillmann, die Sozialverwaltung. Andreas Feike (SPD), Bernhard Mertens (CDU) und Dr. Cevdet Gürle (Pro Hamm) sagten den Jugendlichen ihre Unterstützung zu. „Dort, wo es realistisch ist, sollten wir gemeinsam eine Lösung suchen“, so Feike. Für Sonja Bay (Die Linke) war vor allem die Frage nach einem Treffpunkt an den Wochenenden und in den Ferien interessant. Längere Öffnungszeiten dürften aber nicht zu Lasten der bisherigen Mitarbeiter gehen. Vielmehr müsse das Personal aufgestockt werden.

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