Martina Philippi aus Herringen trifft Idol Sylvester Stallone

Hammer Edel-Fan: Viel Geld für einen Hauch von Hollywood

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Martina Philippi mit ihrem Idol Sylvester Stallone  in London.

Hamm - Auf diesen Moment hat Martina Philippi mehr als 35 Jahre gewartet: In London traf die Herringerin Sylvester Stallone. Stolz präsentiert die 44-Jährige das Autogramm ihres Idols, das sie sich auf ihrem rechten Unterarm hat eintätowieren lassen.

Angefangen hat alles mit dem Boxer-Film "Rocky". Danach begann ihre Sammelleidenschaft. Ob Boxhandschuhe, Figuren, Fotos, Poster oder Berichte: In ihrer Wohnung an der Kurt-Schumacher-Straße ist der Hollywood-Star allgegenwärtig. Sylvester Stallone sei ihr Held und Vorbild, weil er niemals aufgebe, sagt sie. Er habe es nicht immer leicht gehabt, weder im Leben noch beim Film. Aber er habe sich durchgekämpft. Und so habe er auch ihr Mut gemacht und durch schwere Zeiten geholfen.

Mehrere Male hatte Martina Philippi versucht, ihren Action-Helden zu treffen – doch immer ging etwas schief. 2015 dann der erhoffte Durchbruch: Bei einem Event in Sheffield begegnete sie ihrem Idol. Doch das Treffen blieb hinter ihren Erwartungen zurück: „Sylvester war angeschlagen, und an ein Autogramm war schon gar nicht zu denken.“

Martina Philippi hat sich die Unterschrift von „Sly Stallone“ tätowieren lassen.

2018 dann der nächste Versuch: Martina Philippi besorgte sich ein Ticket für ein Abendessen mit Sylvester Stallone – natürlich nicht allein. Rund 2000 Stallone-Fans scheuten Kosten und Mühen nicht, um für einige Stunden ihrem Idol und seiner Familie in einem Londoner Hotel nahe zu sein. Was die Herringerin besonders freute: Sie hatte Glück und bekam eines von 100 Foto-Tickets. 800 Euro habe sie für beides zahlen müssen, Flug und Unterkunft nicht einmal inbegriffen. Aber das sei ihr egal gewesen. „Ich wollte das Foto mit Sylvester, ich wollte seine Unterschrift.“

Daher spielte es für die Herringerin auch keine Rolle, dass derartige Veranstaltungen mit Abendkleid und einem festlichen Fünf-Gänge-Menü eigentlich „nicht ihr Ding sind“. Hauptsache, sie konnte Stallone treffen. Der saß an diesem Abend einige Meter von ihrem Tisch entfernt auf einer Bühne und sprach aus seinem Leben und über seinen neuen Film. „Ich selbst saß mit Stallone-Fans aus Stuttgart, Schottland und Südkorea an einem Tisch.“ Sie sei sehr aufgeregt gewesen.

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Diese Aufregung wuchs dann, als sich der Foto-Termin näherte. Dann aber die Enttäuschung: keine Handys, keine Unterschriften, keine Gespräche, sonst drohte der Rauswurf. Dabei hatte sich Martina Philippi alles so schön ausgedacht. Sie hatte einen Text vorbereitet und ein Geschenk mitgebracht. Doch so einfach wollte sich der Edel-Fan aus Herringen nicht geschlagen geben. Und so schmuggelte Martina Philippi einen Filzstift und ein Smartphone ins „Foto-Studio“.

Sie fasste all ihren Mut zusammen und fragte ihr Idol, ob er ihr ein Autogramm geben könne. „Sylvester Stallone war gut drauf und gab mir eins – sehr zum Unwillen der Security.“ Auch für andere Ticket-Inhaber habe sich der 72-Jährige mehr Zeit als geplant genommen. „Eigentlich sollten die 100 Fotos innerhalb einer Stunde gemacht werden.“

In den folgenden Tagen musste die 44-Jährige dann aufpassen, dass die Unterschrift auf ihrem Unterarm nicht verwischt. Zurück in Hamm, hat sie sich das Autogramm sofort eintätowieren lassen.

Was sie sich für die Zukunft wünscht? Einmal möchte sie Sylvester Stallone noch treffen, um sich etwas länger mit ihm zu unterhalten. „Vielleicht kommt er ja einmal zu einer Filmpremiere nach Deutschland. Da werde ich dann auf jeden Fall dabei sein.“ Den 24. Januar hat sich Martina Philippi indes schon einmal dick im Kalender angestrichen. Dann läuft in den deutschen Kinos der neue Stallone-Film „Creed II“ an.

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Den wird sich die 44-Jährige natürlich anschauen. „Und das mehr als einmal, je nachdem, wie meine Schichten im Altenheim sind“, so die Herringerin, der es nichts ausmacht, dass sie angesichts ihrer Schwärmerei von dem einen oder anderen belächelt wird. „Ich stehe dazu.“

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