Schutz bei Jagdtrieb

Hundehalter fordern Zaun für Auslauffläche und sammeln Unterschriften

Hundeauslauffläche an der Johannes-Rau-Straße in Herringen
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Nicht optimal: Hundehalter vermissen auf der Auslauffläche in Herringen vor allem einen Zaun

Der Zustand der Hundeauslauffläche an der Johannes-Rau-Straße sorgt weiter für Diskussionen. Kern der Forderungen ist eine Umzäunung des weitläufigen Areals.

Herringen – Nach der heftigen Kritik zahlreicher Hundehalter wurde die Herringer Hundeauslauffläche mit Mutterboden angereichert und anschließend Gras gesät, sodass von der einstigen „Steinwüste“ nichts mehr zu sehen ist. Der Wunsch vieler Hundehalter, den Bereich komplett zu umzäunen, wurde bislang aber nicht umgesetzt. Mit einer Unterschriftensammlung, für die unter anderem auf der Facebook-Seite „Hammer helfen Hammern“ geworben wird, wollen sie ihrem Wunsch nach einer Umzäunung Nachdruck verleihen. Die Unterschriften sollen zeitnah Bezirksbürgermeister Klaus Alewelt überreicht werden.

An diesem Donnerstag, 26. August, wird sich auch die Bezirksvertretung Herringen mit dem Thema befassen. Auf der Tagesordnung der Sitzung im Gemeindehaus St. Victor stehen eine Anfrage der CDU-Fraktion sowie ein Antrag der SPD-Bezirksfraktion.

Problematisch: Keine der Hundeflächen in Hamm voll umzäunt

In dem verweist Fraktionschef Julian Janssen darauf, dass keine Hundewiese in Hamm komplett umzäunt sei. „Wenn die Bürgerinnen und Bürger dort unbeschwert mit ihren Tieren ihre Freizeit verbringen möchten, ist das mit einem nicht ganz umzäunten Bereich sehr schwierig.“ Viele Hunde hätten einen ausgeprägten Jagdtrieb und verfolgten Hasen oder ihr Spielzeug mit sehr viel Elan.

„Dabei kann es an einer so viel befahrenen Straße wie der Johannes-Rau-Straße zu gefährlichen Situationen kommen. Da sich gerade während der Pandemie viele Menschen einen Hund zugelegt haben, wird dieses Thema in Zukunft immer wichtiger und es könnte ein Bedarf für noch mehr Auslaufflächen entstehen.“ Die Verwaltung sollte daher ein Konzept zum Thema „Hundewiesen in Herringen“ erstellen und dabei auch prüfen, ob und wie eine Komplettumzäunung dieser Auslaufflächen möglich ist.

Aufwertung der Auslauffläche: CDU-Powerfrauen stehen hinter dem Thema

Intensiv mit dem Thema beschäftigt haben sich auch die CDU-Powerfrauen auf ihrem ersten Stammtisch seit Monaten. „Vor allem über die Hundeauslauffläche wurde gesprochen“, berichtete Melanie Heitmann, die das Thema schon im Kommunalwahlkampf 2020 aufgegriffen hatte. Die Teilnehmerinnen erinnerten zudem daran, dass die CDU im Zuge der Diskussion über die Verteilung des Bezirksbudgets vorgeschlagen hatte, 15.000 Euro für einen Wetterschutz und eine Umzäunung im Bereich der Hundeauslauffläche zur Verfügung zu stellen.

Dieser Vorschlag sei jedoch mit den Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt worden. Die Gruppe der CDU-Powerfrauen werde sich daher auch weiter für eine Aufwertung der Hundewiese einsetzen, erklärte Bianca Terhürne, Sprecherin der Gruppe. „Wir möchten, dass hier ein Regenschutz für die Tierhalter aufgestellt und das Gelände eingezäunt wird.“

Eine Hundehalterin, die an dem Treffen teilnahm, würde dies begrüßen. Der fehlende Zaun sei auch ein Sicherheitsrisiko, berichtete sie. Es komme auch vor, dass Hunde zum Kanal laufen und so Fußgänger und Radler bedrängt werden.

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