Bergbau

Die Erde wackelt wieder: Mehr Beben zwischen Pelkum und Herringen - Grubenwasser die Ursache?

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Symbolbild

Pelkum/Herringen – Nach Auswertung der Messergebnisse hat das Seismologische Observatorium der Ruhr-Uni Bochum die Zahl der Erdbeben nach oben korrigiert. Demnach wurden allein im März bislang sieben Erschütterungen registriert, fast doppelt so viele wie im Januar (1) und Februar (3) zusammen.

Auffällig: Bei allen März-Ereignissen lag das Epizentrum unter oder im Umfeld der Bergehalde „Sundern“ zwischen Herringen und Pelkum. Die letzten Erschütterungen wurden am 25. März um 9.56 Uhr (Stärke 1,7) und um 22.01 Uhr (Stärke 1,6) registriert. Das Epizentrum lag zwischen der Holzstraße und der Sundern-Halde.

Eine weitere Erschütterung gab es am 16. März um 5.51 Uhr. Sie hatte die Stärke 1,5 auf der Richterskala, das Epizentrum lag zwischen der Westerheide-Siedlung und der Sundern-Halde. Gleich drei Erschütterungen der Stärke 1,2 oder mehr gab es am 8. März – und zwar um 8.46 Uhr/Stärke 1,3, um 10.22 Uhr/Stärke 1,2 sowie um 23.31 Uhr/Stärke 1,8. Ein weiteres Beben wurde am 2. März registriert (1,3).

Wasser drückt auf das darunter liegende Gebirge

Auch zwei der vier Ereignisse im Januar und Februar tauchten im Umfeld der Halde auf. Lediglich bei den Beben am 10. Februar (Heinrich Robert) und 17. Februar (Buschkampstraße) lag das Epizentrum weiter entfernt.

Bergbau-Beben: Tausende Anträge auf Entschädigung in der Region

Es wird vermutet, dass die erhöhte Bebentätigkeit mit dem steigenden Grubenwasser zu tun haben könnte, wodurch ein starker Druck auf das darunter liegende Gebirge ausgeübt wird. Dadurch könne das Gestein leichter brechen, hieß es. Der genauen Ursache geht die Ruhr-Uni derzeit auf den Grund. Unter anderem hat sie die Zahl der Messstationen im Raum Hamm auf drei erhöht.

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