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Wie eine Burg im Kreisverkehr: Stählerne Spirale für Nordherringen

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Von: Stefan Gehre

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Eine Spirale aus Cortenstahl, die einer Burg ähnelt, soll künftig den Kreisverkehr in Nordherringen zieren. Die auf dem Entwurf zu sehenden Wörter „Freiheit - Einheit - Menschheit“ sollen durch ein „Herzlich willkommen“ in sechs Sprachen ersetzt werden. Das Kunstwerk soll durch Spenden finanziert werden. © Abtei Königsmünster

Herringen - Der Förderverein West.Kunst möchte den Kreisverkehr Zum Torksfeld/Johannes-Rau-Straße/Am Lausbach in Nordherringen optisch aufwerten. Dazu soll bei Pater Abraham in der Klosterschmiede der Abtei Königsmünster in Meschede ein Kunstwerk in Auftrag gegeben werden. Kosten: 14.000 Euro ohne Aufbaukosten. Es soll über Spenden beziehungsweise Patenschaften finanziert werden.

SPD-Bezirksvertreter Ramazan Erkart, der das Projekt mit angestoßen hat und dessen Fraktion es unterstützt, informierte während der jüngsten Bezirksvertretersitzung die Mitglieder anderer Parteien über das Kunstwerk. Es handelt sich dabei um eine bis zu 2,1 Meter hohe Spirale aus witterungsbeständigem Cortenstahl, die einen Durchmesser von acht Metern hat. In der Mitte sind die Umrisse der Erde abgebildet. Zudem wolle man, wie Erkart sagte, auf der Spirale den Spruch „Herzlich willkommen“ eingravieren lassen. „Und zwar in den Sprachen, die in unseren Partnerstädten gesprochen werden.“ 

Neben Deutsch (Oranienburg) wären das auch Englisch (Bradford, Santa Monica, Chattanooga), Französisch (Neufchâteau, Toul), Polnisch (Kalisz), Türkisch (Afyon) und Spanisch (Mazatlan). Damit wolle man den Besuchern zeigen, dass Hamm eine bunte Stadt sei, in der jeder willkommen sei, so Erkart. Wie der Bezirksvertreter weiter ausführte, ähnele das Kunstwerk einer Burg – in Anspielung an die Torksburg, die sich unweit des Kreisverkehrs befand. 

Weitere Zusammenarbeit mit der Abtei

Ziel ist es, dass das Projekt bis 2020 umgesetzt wird. Um Kosten zu sparen, würden sich die West.Kunst und die SPD freuen, wenn die Stadt die Montage vor Ort übernehmen könnte. „Die Aufstellungskosten würden sonst noch einmal mit rund 2.300 Euro zu Buche schlagen.“ Es ist dies übrigens nicht die erste Zusammenarbeit des Fördervereins West.Kunst mit der Abtei Königsmünster. Auch die Wortskulptur Martin Luther King im Barfußpfad und die künstlerische Wegmarke „Upsite down“ auf der Bergehalde wurden gemeinsam entwickelt. Und auch ein Kunstwerk aus Cortenstahl gibt es schon: Die fünf Tore der Weltreligionen im Lippepark, eine Anregung des Christlich-Islamischen Gesprächskreises, wurden aus diesem Material von einer Hammer Firma gefertigt.

Was sagt die Stadtverwaltung dazu?

Offen ist noch, wie die Verwaltung zu dem Thema steht. Auf eine frühere Anfrage der CDU hatte sie nämlich mitgestellt, dass der Kreisel zumindest für eine höhere Bepflanzung – Sträucher, Bäume – ungeeignet sei. Regelmäßige Durchfahrten von Schwertransporten erlaubten dies nicht, so die Verwaltung. Die plant stattdessen zur gestalterischen Aufwertung des Kreisels für den Herbst 2018/Winter 2019 die Einbringung von Frühlingsblühern. Allerdings sei auch eine bezirksindividuelle Gestaltung der angesprochenen Stelle denkbar, stellte sie klar.

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