Parkscheibenregelung im Lippe-Carrée in der Kritik

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Soll in Herringen eine Parkscheibenregelung eingeführt werden? Darüber wird zurzeit intensiv diskutiert.

Herringen - HERRINGEN - Das Für und Wider einer Parkscheibenregelung auf dem Jahns- und dem Edeka/Aldi-Parkplatz  ist das derzeit am meisten diskutierte Thema in Herringen

Es hat den Anschein, dass dabei die Zahl der Gegner einer solchen Regelung größer als deren Befürworter ist. In die Reihe der Kritiker reihte sich jetzt auch Dirk Specht von der „Alten Apotheke“ ein. 

Es gebe bessere Alternativen als eine Parkscheibenregelung, sagt er. Denn: Für die Besucher von Aldi, Edeka, Jahns oder Volksbank dürften die zwei Stunden, auf die die Verwaltung das Parken auf den beiden Parkplätzen begrenzen möchte, ausreichen. „Was aber ist mit den Besuchern des Ärztehauses?“ Es komme immer mal wieder vor, dass ein Arztbesuch länger als zwei Stunden dauere. Doch wie wollen diejenigen, die das Parken kontrollieren, zwischen Besuchern des Ärztehauses und Kunden von Edeka oder Aldi unterscheiden, fragt Specht. 

Er plädiert daher weiterhin dafür, die „Schweinewiese“ am Torksfeld/Ecke Dortmunder Straße zu einem befestigten und beleuchteten Parkplatz für die Mitarbeiter aus dem Lippe-Carrée auszubauen – so wie es auch die SPD-Fraktion favorisiert. Specht begründet dies mit einer einfachen Rechnung: In den Geschäften und Praxen rund um den Edeka/Aldi-Parkplatz gebe es rund 70 Mitarbeiter, die dort parken. „Stellen sie ihre Autos woanders ab, müssten wir eigentlich ausreichend Parkplätze haben.“ Und falls nicht, könne immer noch über eine Parkscheibenregelung nachgedacht werden. 

Ganz wichtig ist es dem Apotheker, die Mitarbeiter und deren Chefs mit ins Boot zu holen. „Wir müssen ihnen klar machen, dass es auch um ihre Arbeitsplätze geht“, sagt Specht. Denn wenn die Kunden über eine längere Zeit immer wieder vergeblich nach Parkplätzen suchten, wanderten sie eines Tages ab, zum Beispiel nach Pelkum oder Bergkamen. Und im Interesse aller Einzelhändler aus Herringen sollte das verhindert werden. 

Specht schlägt daher vor, dass unter Anleitung der Bezirksvertretung das Gespräch mit den Einzelhändlern und Ärzten aus dem Lippe-Carrée gesucht wird. Sie sollten dann ihre Mitarbeiter in aller Deutlichkeit auf die Problematik und den Mitarbeiterparkplatz hinweisen – so dieser denn endlich erstellt wird. Alles andere mache zumindest vorerst keinen Sinn, so Specht, aus dessen Sicht der Parkplatz hinter dem Bürgeramt „nicht so gut als Mitarbeiterparkplatz geeignet ist“. Der dunkle Neufchâteaupark, den sie nutzen müssten, bereite vielen Mitarbeitern ein Problem, so der Apotheker. 

Und noch etwas wirft er in die Waagschale: „Wir müssen den Mitarbeitern klar machen, dass sie es im Grunde genommen gut haben.“ In vielen anderen Städten müssten sie für Parkplätze in der Nähe ihres Arbeitsplatzes bezahlen. Da sollte es ihnen eigentlich zuzumuten sein, die wenigen Meter zur „Schweinewiese“ zu laufen.

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