Wer den Lippepark vermüllt, wird zur Kasse gebeten

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Achtlos weggeworfener Müll ist seit Jahren ein Problem im Lippeark. 

Herringen - Jetzt ist Schluss mit lustig: Nachdem wiederholte Appelle der Stadt an die Besucher des Lippeparks, ihren Müll fachgerecht zu entsorgen, nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, wird sie jetzt ihre Kontrollen verstärken und Lippepark-Besucher für ihr Fehlverhalten zur Kasse bitten.

Das Problem wurde am vorigen Wochenende deutlich – wieder einmal. Bei schönstem Wetter strömten die Menschen in Massen in den Lippepark und hinterließen jede Menge Müll. Der fand sich aber nicht nur in und an den Müllbehältern, sondern auch auf der großen Wiese wieder. Und das ärgerte wiederum viele andere Besucher.

Natürlich freuen diese sich mit der Stadt, dass „ihr“ Park so gut angenommen wird. Aber es gibt immer noch etliche Besucher, die sich nicht an die „Spielregeln“ halten. Zwar werden die dort aufgestellten Mülleimer rege genutzt, schilderte eine Leserin. „Aber was tut man, wenn diese voll sind? Man schmeißt alles daneben. Ist doch praktisch! Die Idee, vielleicht zu Hause im hauseigenen Mülleimer, den jeder Bürger besitzt, zu entsorgen, darauf kommt keiner. Selbst im Bereich Eingang Schachtstraße stehen größere Müllcontainer, die genutzt werden können“, schreibt sie. Aus ihrer Sicht bleibe es nur abzuwarten, wann sich eine Rattenplage als „neue Attraktion“ auf dem Gelände bilde. Es sei ein unmöglicher Zustand. Um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen, sollten Hinweisschilder aufgestellt werden.

Leere Tonnen - achtlos weggeworfener Müll

Die Zahl der aufgestellten Mülleimer ist aus Sicht der Stadt allerdings nicht das Problem. „Sie sollten auch an den Wochenenden ausreichen. Einige bleiben sogar leer“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Das Problem seien vielmehr Besucher, die den Müll achtlos in die Gegend werfen. Doch was tun? 

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Appelle, den Müll in die dafür vorgesehenen Behälter zu werfen oder mit nach Hause zu nehmen, hat es in den letzten Jahren genug gegeben. Und man werde auch weiter Gespräche mit umliegenden Institutionen führen und Aufklärungsarbeit leisten. „Vielleicht können sich die Menschen durch Mundpropaganda auch gegenseitig über das richtige Verhalten im Park aufklären“, so Herberg. Zudem werde derzeit an einer Parkordnung gearbeitet. Geprüft werden müsse aber noch, inwieweit weitere Hinweisschilder aufgestellt werden.

Ordnungsdienst verstärkt Präsenz

Doch damit nicht genug: An Wochenenden und bei gutem Wetter wird der Kommunale Ordnungsdienst seine Präsenz im Lippepark verstärken und, falls erforderlich, Ordnungsgelder verteilen – vor allem mit Blick auf den Müll, aber auch andere Fehlverhalten. „Das könnten bis zu 55 Euro werden“, so Herberg. In diesem Zusammenhang sei auch der Einsatz von Dolmetschern geplant.

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