Herrenlose Fahrräder am Bahnhof werden entsorgt

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Die Stadt will am Donnerstag wieder Fahrräder beseitigen, die im Umfeld des Bahnhofs stehen, aber offensichtlich nicht genutzt werden (können). Im Vorfeld wurden Vehikel markiert. ▪

HAMM-MITTE ▪ Die Bezirksvertreter begrüßten bei ihrer jüngsten Sitzung das Vorhaben der Stadt, im Umfeld des Bahnhofs 70 besondere Stellplätze für Mofas und Motorräder auszuweisen sowie 80 weitere Fahrradständer aufzustellen. Gleichzeitig unterstrichen sie, dass so genannte Schrotträder in dem Bereich nichts zu suchen hätten. Uneins waren sich die Kommunalpolitiker allerdings bei der Frage, in welchen Abständen die dort abgestellten, aber unbrauchbaren Vehikel zur Entsorgung abtransportiert werden sollten.

Während die SPD die bisherige Regelung von zwei Mal im Jahr gut hieß, plädierte die CDU für kürzere Intervalle. Planungsamtsleiter Heinz-Martin Muhle sagte zu, die Praxis zu überprüfen, machte aber zugleich deutlich, dass den Besitzern der entsprechenden Räder über längere Zeit die Möglichkeit gegeben werden müsse, ihr Eigentum abzuholen.

Laut Stadtsprecher Lutz Rettig findet am Donnerstag die nächste Aufräumaktion am Bahnhof statt. Im Vorfeld seien Räder, die den Eindruck machten, selten oder gar nicht mehr bewegt zu werden, mit kleinen Papierstreifen markiert worden. Das müsse aber nicht heißen, dass diese Räder auch zwangsläufig entsorgt würden. „Es kann auch sein, dass wir sie ins Fundbüro bringen.“

Die Einrichtung von Parkverbotzonen am Bahnhof hält die Verwaltung zwar für sinnvoll, sie sei aber „juristisch ausgesprochen problematisch“, wie das Beispiel Münster zeige. Dort war eine entsprechende Regelung gerichtlich gescheitert. ▪ jm

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