Überraschnung in Hamm

Behördenpanne vor Absage des Herbstmarkts im Maxipark

Ehe sie überhaupt gebracht wurden, verschwanden die Absperrgitter wieder aus dem Maxipark.
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Ehe sie überhaupt gebracht wurden, verschwanden die Absperrgitter wieder aus dem Maxipark.

[Update] Die extrem kurzfristige Absage des Bauernmarktes im Hammer Maximilianpark ist offenbar auf eine fehlerhafte Absprache zwischen den beteiligten Behörden zurückzuführen.

Hamm - Das Landesgesundheitsministerium hatte den Markt am Donnerstag kurzfristig untersagt. In Düsseldorf war man im Vorfeld davon ausgegangen, dass der Markt längst abgesagt sei und beruft sich auf eine entsprechende Auskunft der Hammer Stadtverwaltung.

Das Landesgesundheitsministerium war einem Sprecher zufolge am 23. September vom Landeszentrum für Gesundheit (LZG) darüber informiert worden, dass der Herbstbauernmarkt „Land und Leute“ im Maximilianpark bereits abgesagt sei. Das LZG sei darüber telefonisch von der Stadt informiert worden. Wie genau der Kontakt zwischen LZG und Stadt aussah, ist nicht bekannt. Ob es eine solche Aussage seitens der Stadt tatsächlich gegeben hat, konnte Rechtsdezernent Jörg Mösgen auf Nachfrage der Redaktion nicht sagen.

Eine Absage des Marktes sei durch das Ministerium sei dann nicht mehr notwendig gewesen, so der Sprecher weiter. In Hamm wartete man derweil vergeblich auf eine Äußerung aus Düsseldorf. Übliches Verfahren sei, dass das Ministerium sich nur melde, wenn es etwas zu beanstanden gebe, sagte ein Stadtsprecher. Dass Düsseldorf sich nicht meldete, wurde entsprechend als Zustimmung ausgelegt.

Herbtmarkt im Maxipark abgesagt: Herbstleuchten wohl nicht gefährdet

Erst am Donnerstag erfuhr man dem Ministeriumssprecher zufolge in Düsseldorf, dass der Markt doch stattfinden sollte, der dann aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen in Hamm umgehend untersagt wurde. Bei Markthändlern, die noch am Donnerstag ihre Stände aufgebaut hatte, sorgte die späte Absage der Veranstaltung für Empörung. Auch Stadt und Maximilianpark äußerten sich zunächst verwundert über die späte Absage.

Abbau des Bauernmarktes im Maxipark nach Absage kurz vor Beginn

Abbau des Bauernmarktes im Maxipark nach Absage kurz vor Beginn

Rechtsdezernent Mösgen und Maxipark-Geschäftsführer Jörg Rogalla sehen allerdings keine Parallelen zwischen dem Bauernmarkt und dem bevorstehenden Herbstleuchten im Maximilianpark. Das Ministerium müsse in diesem Fall nicht hinzugezogen werden, sagte Mösgen.. Für die Veranstaltung, die vom 9. Oktober bis 1. November abends im Maximilianpark stattfinden soll, sind Besucher nur mit vorheriger Online-Registrierung zugelassen.

Gebucht werden muss jeweils ein Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster. An der Tageskasse sind keine Tickets erhältlich. Für Jahreskarteninhaber ist der Eintritt frei, sie benötigen trotzdem ein kostenloses Online-Ticket.

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