Der „Löwe“ wird 70 - Alles Gute zum Geburtstag, Helmut Rond!

Helmut „Löwe“ Rond steht auch heute noch als Musiker auf der Bühne.

HAMM ▪ Er gilt in Hamm als Urgestein, legte als DJ unter anderem im Hamburger Starclub auf und begegnete zahlreichen Stars der Szene: Helmut Rond, vielen besser bekannt als der „Löwe“, wird am heutigen Montag 70 Jahre jung. 

„The Who waren die verrückteste Band, die ich je gesehen habe“, sagt Helmut Rond. „Die hatten Schweißer und Schlosser dabei, um ihre Instrumente vor den Konzerten wieder zusammenzuflicken. Die oberen Boxen, auf die Townshend dann auf der Bühne eingedroschen hat, waren übrigens leer.“ Wenn heute über die „gute alte Zeit“ des Rock ‘n’ Roll und Beat berichtet wird, gleitet allerdings manches schnell ins Reich der Märchen und Mythen ab.

Helmut Rond, besser bekannt als der „Löwe“, hingegen weiß, wovon er spricht: Er hat nicht nur die Zeit erlebt, sondern war DJ im Hamburger Star Club, arbeitete später für den legendären Jaguar Club in Herford und lockte die Besucher mit seinen Sounds schließlich ins Astoria (heute Unique) auf der Südstraße. „Die Musik wirst du nie wieder los“, sagt Rond. Viel zu sehr war er dafür in die Szene eingebunden. Mit seiner Band „Die Fremden“ spielte er in den 1960er Jahren sechs Jahre lang Rock ‘n’ Roll und Beat. Als DJ und Band-Ansager begegnete er in den Clubs fast allen Größen der damaligen Zeit. Die Liste reicht von Jimi Hendrix bis Eric Clapton, von Spencer Davis bis Manfred Mann. Später ging Rond mit den Clochards auf die Bühne, jetzt spielt er mit Freunden als „Löwe & Co.“.

Zwei Wünsche hat er zu seinem Geburtstag. Erstens: Auf keinen Fall möchte er als „Urgestein“ bezeichnet werden. Das klinge so museumsreif. Zweitens: Rond träumt von einer großen Veranstaltung „Ganz Hamm tanzt Rock ‘n’ Roll mit Live-Musik und Tanz. „Es gibt keine Veranstaltungen dieser Art für die Generation ab 70“, bemängelt er. „Die ganzen Elvis-Käufer von damals sind doch wohl nicht zu Heino-Fans geworden!“ Rond stellt sich vor, in solch eine Veranstaltung beispielsweise auch die Tanzschulen mit einzubinden. - oz

Ausführlicherer Bericht in der Printausgabe des WA am Montag.

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