Obst- und Gemüsebauer Heinrich Kraienhemke:

Darum ist der Hitzesommer für Hammer Landwirte ein Problem

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Heinrich Kraienhemke, Obst- und Gemüsebauer.

Hamm – Sommer, Sonne, Sonnenschein – was für die Einen zum perfekten Sommer gehört, ist für die anderen eine mögliche existenzielle Bedrohung. Auch in Hamm.

Nachdem schon der Sommer 2018 extrem trocken war, soll es auch 2019 sehr heiß und vor allem trocken werden. Dies bereitet Landwirten Sorgen. WA.de hat sich mit dem Obst- und Gemüsebauer Heinrich Kraienhemke darüber unterhalten, wie er sich auf die bevorstehende Hitze vorbereitet hat und was er von dem bevorstehenden Sommer erwartet.

Auch in diesem Jahr soll es wieder heiß und trocken werden. Wie bereiten sie sich auf die Hitze vor? 

Heinrich Kraienhemke: Wir ernten immer sehr früh morgens und bringen das Gemüse so schnell wie möglich in den Kühlraum. Wenn das Gemüse dann richtig durchgekühlt ist, hält es sich auf dem Markt frisch, da in der Zeit die Kerntemperatur nicht so schnell steigt. Außerdem kann ich bei extremer Hitze nicht bewässern – die Sonne saugt ja das Wasser sofort auf. Deswegen bewässern wir in den Abendstunden, damit das Wasser über Nacht einziehen kann.

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"Wir betreiben typische Pflegemaßnahmen"

Wie nutzen Sie denn die Hitzestunden? 

Kraienhemke: Da betreiben wir typische Pflegemaßnahmen, zum Beispiel Unkrautbekämpfung. Wir benutzen ja keine Spritzmittel, sondern hacken das Unkraut. Tatsächlich ist Trockenheit und Hitze das Ideale Wetter zur Unkrautbekämpfung, da das Unkraut schnell vertrocknet außerhalb der Erde.

Machen Sie sich denn Sorgen angesichts der Trockenheit? 

Kraienhemke: Ja auf jeden Fall – der trockene Boden ist ein Problem. Schon am Anfang des Jahres war es sehr trocken, einige Salatköpfe sind vertrocknet, und für uns waren bereits einige Verluste dabei. Nach den jüngsten Regenschauern mache ich mir mit Blick auf die nächsten Wochen keine Sorgen: Wir haben einen mittelschweren Boden, der die Feuchtigkeit gut speichern kann.

Aber klar, auf die nächsten Jahre müssen wir uns Gedanken zur Bewässerung machen. Aber jetzt müssen wir erstmal abwarten, ändern können wir ohnehin nichts. Dennoch: Ab und an ein Regenschauer wäre schon nicht schlecht.

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