Heiratsschwindler prellt Hammerin um 22.000 Euro

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Hamm - Eine heute 50-jährige Hammerin ist Opfer eines Heiratsschwindlers geworden. Der 49-jährige Betrüger hatte der Frau in 2014 zwar einen Antrag gemacht, hinter ihrem Rücken aber deren Post abgefischt und ihr Konto leer geräumt.

Statt in den ehelichen Hafen ging’s am Mittwoch mit viereinhalbjähriger Verzögerung zum Hammer Schöffengericht. Dort wurde der Ex-Angebete zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

22.000 Euro hatte der Mann innerhalb weniger Wochen vom Girokonto seines Opfers abgebucht. Das Geld stammte aus einem Hausverkauf. Möglich wurde die fiese Tour, weil sich die Frau damals gerade ein neues Konto zugelegt hatte. Die Postsendungen von der Bank mit der neuen EC-Karte und dem zugehörigen Pin-Code hatte der 49-Jährige an der gemeinsamen Wohnanschrift in Wiescherhöfen abgefangen. Vom 29. April bis zum 10. Juni 2014 hob er heimlich an diversen Geldautomaten im Stadtgebiet immer wieder größere Summen ab.

Der Schwindel flog erst auf, als sich die Bank wegen der ungewöhnlichen Kontobewegungen einschaltete und das Konto sperrte. Die Betrogene hatte bis keinen Verdacht geschöpft und nicht bemerkt, dass ihre Bestände immer weniger geworden waren.

Im Verfahren kam es zu einer Verständigung der Prozessbeteiligten – sprich dem Gericht, dem Angeklagten und der Staatsanwaltschaft. Neben der Bewährungsstrafe wurden 17.000 Euro aus dem Vermögen des 49-Jährigen zwecks Wiedergutmachung eingezogen. Für die zum veruntreuten Gesamtbetrag von 22.000 Euro fehlenden 5000 Euro wurde davon ausgegangen, dass dieses Geld von dem Ex-Paar zum Lebensunterhalt verwendet wurde.

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