Quartier-Entwicklung Hamm-Mitte

Abbruch der Heilig-Geist-Kirche in Hamm bis Frühjahr

An der Taubenstraße in Hamm soll anstelle der Kirche Wohnbebauung entstehen.
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So sehen die Pläne aus: An der Taubenstraße soll anstelle der Kirche Wohnbebauung entstehen.

Hamm-Mitte – Die Quartiersmitte Sedanquartier rund um den Bunker an der Feidikstraße und die Heilig-Geist-Kirche an der Taubenstraße gehört zu den Leitprojekten der „Perspektive Innenstadt 2030“. Das Jahr 2017 hatte die Stadt seinerzeit als spätesten Beginn für die Umsetzung genannt. Äußerlich ist hier bisher nichts geschehen. Doch jetzt kommt anscheinend Bewegung ins Viertel.

Spätestens im kommenden Frühjahr soll die Kirche abgebrochen werden und Platz für die geplante Wohnbebauung machen. Das teilte Christof Draheim von Draheim Ingenieure (Hamm/Aachen) jetzt auf Nachfrage mit. Das Unternehmen ist Investor und will das Gelände gemeinsam mit dem Büro Berghaus Architekten (Hamm/Düsseldorf) entwickeln. An den Entwürfen halte man fest, und die Baugenehmigung liege vor. Der Bebauungsplan war im Frühjahr 2019 geändert worden. „Spätestens im Frühjahr 2021 wird von der Kirche nichts mehr zu sehen sein“, sagte Draheim. Einen konkreten zeitlichen Fahrplan für die weiteren Arbeiten könne er aber noch nicht benennen.

2006 war die Kirche profaniert worden, seit 2007 nutzte das Diözesanmuseum Paderborn die Kirche für Kircheninventar. Inzwischen ist sie leer geräumt und verkauft. „Wir möchten im Sinne der Stadt zur Entwicklung des Viertels beitragen“, hatte Pfarrer Ralf Dunker von der Katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus von Assisi, zu der die Liebfrauenkirche und ihr ehemaliger Ableger Heilig-Geist gehören, 2017 während der laufenden Verkaufsverhandlungen gesagt.

Mehrfamilienhäuser sollen entstehen

Die Filialkirche Heilig Geist war von 1966 bis 1969 nach Plänen des renommierten Kirchenarchitekten Otto Weicken (1911-1984) errichtet worden. An ihrer Stelle sollen nun Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Mit dem Abbruch der Kirche käme laut Städtebaulichem Rahmenplan eigentlich der zweite Schritt vor dem ersten: Denn das Kirchenprojekt, das im Plan für „ab 2019“ skizziert ist, war ursprünglich nachrangig zur Quartiersmitte. Hier hätten ein Wettbewerb stattfinden und Anliegerwünsche berücksichtigt werden sollen. Erneuerung des Bodenbelags, neues Mobiliar für den Quartiersplatz und die Umnutzung des Bunkers gehören zum Gesamtpaket. Die Sedanstraße ist zudem als Quartiersachse für den Rad- und Fußverkehr vorgesehen.

Stattgefunden hat bisher lediglich ein Studentenwettbewerb des Architektenverbandes Münsterland 2015/16. Der „Schlaun-Wettbewerb“ hat Visionen geliefert, die aber in keiner Weise bindend für die Stadt sind.

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