Heftiger Streit über Toiletten im Lippepark - Beschuldigter sauer

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Berni Kwiatkowski, Vorsitzender des Gebrauchshundesportvereins, weist auf die Toilettenanlage hin.

Berni Kwiatkowski, Vorsitzender des Gebrauchshundesportvereins Herringen, ist sauer – und zwar richtig. Es geht um das leidige Thema Toiletten im Lippepark.

Hamm – In einem Antrag der Wählergruppe Pro Hamm ist davon die Redet, dass während der Corona-Pandemie die von den Lippepark-Besuchern zu nutzenden WC-Anlagen des SVF Herringen, des Jugend- und Stadtteilzentrums „Haus der Jugend“ und des Hundevereins gar nicht oder nur massiv eingeschränkt nutzbar gewesen seien. Für seinen Verein widersprach Kwiatkowski dem energisch: „Zu keinem Zeitpunkt war die Nutzung der Toiletten eingeschränkt.“ Im Gegenteil: Sie stünden den Besuchern des Lippeparks sogar über den mit der Stadt vereinbarten Zeitraum – an den Wochenenden und Feiertagen zwischen Anfang April und Ende September – hinaus zur Verfügung. Das Vereinsheim selbst habe man allerdings nicht nutzen können. „Auch wir als Verein nicht.“

Er sei, so Kwiatkowski, täglich auf dem Platz und habe noch nie jemanden abweisen müssen, der zur Toilette wollte. „Auch während der Pandemie nicht.“ Aus gegebenem Anlass habe man zudem ein Hygienekonzept erstellt. Statt zu behaupten, die Toiletten seien gar nicht oder nur stark eingeschränkt nutzbar, hätte sich die Wählergruppe mit ihm in Verbindung setzen und nach dem Stand der Dinge fragen wollen, so der Vorsitzende, der sich auch auf seiner Facebook-Seite zur Wehr setzt – und dort viel Zuspruch und Bestätigung erhält.

Wie Dr. Cevdet Gürle, Fraktionschef von Pro Hamm, gegenüber dem WA sagte, habe er den Passus mit dem Hundeverein mittlerweile aus dem Antrag herausgenommen.

Zwei Familien hätten sich bei ihm darüber beschwert, dass sie auf dem Hundeplatz niemanden gesehen und daher die Anlage auch nicht betreten hätten, erklärte er. Kwiatkowski: „Wenn sie nicht zu uns kommen, dann kann ich auch nichts machen.“

Die Toiletten auf dem Hundeplatz seien für jedermann gut sichtbar ausgeschildert. „Ich bin täglich bis zu 14 Stunden am Platz, um beispielsweise Wartungs- und Pflegearbeiten durchzuführen. Viele Besucher des Lippeparks wissen das. Menschen kommen nicht nur wegen der Toiletten zu uns. Sie kommen auch, um sich bei Gewitter unterzustellen oder ihre Fahrräder zu reparieren.“ Völlig aus der Luft gegriffen war den Hinweis von Pro Hamm an den beiden anderen Stellen allerdings nicht.

Denn die Toiletten im „Haus der Jugend“ und beim SVF waren in den vergangenen Wochen aufgrund der Pandemie in der Tat geschlossen – trotz eines gut besuchten Parks. „Weder unsere Mitglieder noch die Besucher des Lippeparks konnten sie nutzen“, bestätigte SVF-Vorstandsmitglied Werner Nölke. Erst in der vorigen Woche habe man den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen und damit auch die Toiletten am Vereinsheim öffnen können.

In dieser Woche habe er mit Ralf Hohoff vom OB-Büro telefoniert. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir unsere Toiletten ab dem kommenden Wochenende auch für die Besucher des Lippeparks wieder öffnen.“ Dies werde dann auch an den weiteren Wochenenden bis zum 3. Oktober, jeweils von 9 bis 18 Uhr, der Fall sein.

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