„Zynisch“

Heftiger Rüffel für CDU nach Kritik an Fahrrad-Demo gegen A445

Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
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Die Fahrrad-Aktion gegen den Weiterbau der A445 sorgt für Zoff.

Mächtig Gegenwind erhält der CDU-Kreisvorsitzende Arnd Hilwig für seine Kritik an der Fahrraddemo gegen den Ausbau der A445 zwischen Werl und Hamm.

Hamm – Arnd Hilwig hatte erklärt, dass die A445 einen positiven Beitrag für die Umwelt leiste. Diese Sichtweise bezeichnet Ludger Palz von der Bürgerinitiatve „Stoppt A445“ als zynisch. „Es gehört schon eine ordentliche Portion Ignoranz dazu, wenn die Wörter klimagerecht, Verkehrswende und positiver Umweltbeitrag durch den Bau der A445 in einem Satz genannt werden.“

Palz vermutet ordentliches Wahlkampfgetöse und verurteilt, wie versucht werde, die Menschen für „dumm zu verkaufen“. Palz: „Fakt ist, dass allein durch den Bau der A445 rund 250.000 Tonnen CO2 produziert werden und selbst das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass durch die Autobahn nicht nur Verkehr umgeleitet wird, sondern auch 2,64 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr zusätzlich gefahren werden.“

Auch die Grünen und ihr Direktkandidat Martin Kesztyüs weisen die Kritik der CDU entschieden zurück. Für Bündnis 90/Die Grünen Hamm forciert der Bund in Zeiten des sich beschleunigenden Klimawandels mit dem Ausbau der A445 ein kontraproduktives, veraltetes Projekt, mit dem Umwelt- und Artenschutz ignoriert werden. Vor allem werde mit dem Bau eine eklatante Senkung der Wohn- und Lebensqualität tausender Menschen in Kauf genommen.

Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm

Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm

Kesztyüs: „Wir Grüne halten uns an das Bundesverfassungsgerichtsurteil und bemühen uns um eine klimagerechte Zukunft. Damit ist ein Ausbau der A445 mit dem einhergehenden Flächenfraß von mindestens 160 Hektrarn und dem insgesamt erhöhten Verkehrsaufkommen unvereinbar.“

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