Zeichen-Chaos an den Heessener Straßen

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Über zusätzliche Poller, Schilder und Sperrflächen hat sich die SPD-Fraktion gewundert.

Heessen - Immer öfter werden Zickzack-Markierungen, Sperrpfosten und zusätzliche Zeichen auf und an den Straßen in Heessen angebracht und führen zu eher zu Verwirrung, als zu helfen, darum ging es in einem mündlichen Bericht der SPD Ortsfraktion.

„Es herrscht immer mehr Chaos. Diese Zeichen dienen doch nur der Klarstellung der ohnehin vorhandenen Vorschriften“, sagte Dilek Erdogan, SPD-Fraktionsvorsitzende in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Heessen. Der Straßenraum werde damit überfrachtet, begründete sie den Antrag der SPD für einen mündlichen Bericht zu diesem Thema.

Den trug Franz-Josef Borgschulze vom Tiefbauamt vor. Die Straßenverkehrsordnung sei eigentlich sehr eindeutig, stimmte er Erdogan zu. Doch der Parkdruck erhöhe sich immer weiter. Vor allem an den Hauptstraßen hätten Anlieger Probleme. Oftmals hätten sie durch zu nah an der Ausfahrt parkende Autos nur eine Schneise von drei Metern, um sich langsam in den fließenden Verkehr vorzutasten. Auch schraffierte Felder würden rücksichtslos zugestellt.

Anlieger sollen Fotos machen

Auf Antrag der Anlieger schaue man sich die Situation vor Ort an. Es sei eine Einzelfallprüfung. Bei einem Ortstermin komme man oft zur Überzeugung, dass etwas gemacht werden müsse, so Borgschulze. Bei der Markierung von Sperrflächen und dem Aufstellen von Pollern gehe es in der Regel darum, Sichtdreiecke zu schaffen. Die Situation an der Ahlener Straße zum Beispiel sei historisch gewachsen.

Ob Maßnahmen ergriffen würden, liege auch häufig an den Geschäften entlang der Straße, nannte Borgschulze ein Beispiel. Bei Regelverstößen sei die Ordnungsbehörde zuständig. Aber 20 Euro als Ordnungsgeld sei offenbar zu gering. Er bitte auch die Anlieger, Fotos zu machen und zusammen mit Datum und Uhrzeit an ihn zu schicken. Er leite es an die Bußgeldstelle weiter.

Er bat auch um Verständnis dafür, dass der Kommunale Ordnungsdienst nicht an jeder Stelle sein könne. Es gebe zwölf Mitarbeiter, die in zwei Schichten arbeiteten und überall in der Stadt zum Einsatz kämen. Erdogan entgegnete darauf, dass man den Personalmangel im Ordnungsdienst doch nicht mit immer mehr Verkehrszeichen lösen könne. Und Ludger Moor sagte, er habe den Eindruck, dass sich deren Zahl gerade explosionsartig vermehre. Dem widersprach Borgschulze. Auf der Ahlener Straße habe es im vergangenen Jahre gerade einmal eine Anordnung dazu gegeben. Vereinbart wurde schließlich, beim nächsten Fall einen Ortstermin durchzuführen.

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