"Wunderwald" zieht zum SVE

Heftiger Wasserschaden: Neue Kita schon wieder geschlossen

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Gute Lösung gefunden: Eva Arrenberg und Kirsten Kuhlmann, Leiterinnen der DRK-Kita Wunderwald, Ingo Müller, Vorsitzender des Fördervereins der SVE-Kita Kusselkopp, DRK-Kreisgeschäftsführerin Stefanie Göckler und Natalie Helbert, Leiterin der Kusselkopp-Kita, freuen sich, dass man einander helfen konnte.

Heessen – Die Ausmaße dieses Wasserschadens sind gigantisch – so gigantisch, dass die gerade neu erbaute und frisch eröffnete Kita Wunderwald des DRK für mindestens sechs Monate schließt, damit eine Komplettsanierung durchgeführt werden kann.

Die gute Nachricht: Der SVE Heessen stellt den Kindern aus dem Wunderwald eine Fläche zur Verfügung, wo sie bis zur Behebung des Schadens bleiben können. „Das ist doch selbstverständlich“, sagt Ingo Müller, SVE-Vorstandsmitglied und Chef des Fördervereins der SVE-Kita Kusselkopp.

Die Kindertagesstätten, die vor einigen Monaten fast zeitgleich eröffnet wurden und mit den Adressen Bockelweg und Barbarastraße nicht weit auseinander liegen, arbeiteten sowieso schon eng zusammen. Kirsten Kuhlmann, Leiterin der Kita Wunderwald, erklärt’s: „Beide Kitas haben während eines Kita-Jahres eröffnet, und da haben wir die Kinder des ältesten Jahrgangs gemeinsam auf die Schule vorbereitet.“ Fünf Kinder der einen und drei der anderen Kita ergeben eine Gruppe von acht künftigen Schulkinder, die auf den „Ernst des Lebens“ vorbereitet werden.

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24 Container werden aufgestellt

Zuflucht vor dem Wasserschaden finden Kinder und Betreuerinnen nunmehr auf dem alten Handballfeld auf dem Gelände des SVE, auch als alte Tartanbahn bekannt. Das ist 400 bis 450 Quadratmeter groß, ist von einem Tor in der Umzäunung auf kürzestem Wege zu erreichen und hat Zugang zur Anlage des SVE: Bewegung im Außenbereich ist also garantiert. Nun muss nur noch Wetter schön sein.

DRK Kita Bockelweg in Heessen kurz vor der Eröffnung

Aufgestellt werden hier 24 Container, in denen alle drei Gruppen der Kita Wunderwald untergebracht werden. 58 Kinder kommen hier unter. Sie sind in drei Gruppen aufgeteilt: Kinder von vier Monaten bis drei Jahren gehören zu den „Wurzelzwergen“, Zwei- bis Sechsjährige zu den „Wiesenwichteln“ und die ältesten Kinder zu den „Waldgeistern“. Einige Spielgeräte und Einrichtungsgegenstände ziehen mit an die Barbarastraße, andere werden eingelagert.

Der Plan sieht so aus: Anfang August beginnen die Arbeiter mit dem Aufstellen der Container, Ende August nimmt die Kita zum neuen Kita-Jahr wieder die Arbeit auf. Noch aber arbeiten die Beteiligten an Bau- und anderen Genehmigungen. „Wenn Ihr erst mal hier seid, wollt Ihr gar nicht mehr weg“, sagt SVE-Mann Müller, „Das würde Ihnen so passen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführerin Stefanie Göckler.

Im April erstmals wahrgenommen

Erstmals wahrgenommen haben die Mitarbeiterinnen der Kita Wunderwald den Wasserschaden und die damit verbundene Durchfeuchtung einer Wand Anfang April im Erdgeschoss. Seitdem wird ein Nebenraum der Gruppe der Zwei- bis Sechsjährigen nicht mehr genutzt. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Waschmaschinen- und Trocknerraum geräumt und ebenfalls nicht mehr genutzt.

Ende April zog die erste Gruppe aus dem Erdgeschoss in das Obergeschoss der Einrichtung – ab diesem Zeitpunkt war der Elternbereich der Kita nicht mehr nutzbar, weil hier die Wiesenwichtelgruppe komplett untergebracht wurde. Eine weitere Gruppe wurde nach Absprache mit der Stadt Hamm ab dem 10. Mai ebenfalls im Obergeschoss der Einrichtung untergebracht. Jetzt wurden auch alle Eltern informiert, auch über eine Notgruppenregelung – einige Eltern konnten ihre Kinder anderweitig unterbringen.

Wasserschaden riesigen Ausmaßes

Die Wurzelzwerge, die U3-Gruppe, zog in Abstimmung mit dem Landesjugendamt am 20. Mai in Räumlichkeiten des benachbarten Stadtteilzentrums – Göckler lobt die schnelle und unbürokratische Reaktion der Stadt.

Und: Die Kinder sind auf Veranlassung des Trägers aus dem Erdgeschoss evakuiert worden, um jegliche Gesundheitsgefährdung, die durch die aufgetretene Durchfeuchtung eventuell hätte eintreten können, zu vermeiden.

Der Schaden erscheint immens – auch wenn keiner der Beteiligten derzeit näheres über mögliche Ursachen oder das Ausmaß der Schäden sagen will. Das sagt Stefanie Göckler dazu: „Alle an der Errichtung der Kita beteiligten Firmen, deren Gewerke als Schadensursache infrage kamen, haben den Schaden ihren Versicherungen gemeldet.“ Sie gibt die Dauer der Sanierung mit mindestens sechs Monaten an.

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