Vorwurf der Vergewaltigung in Dolberg: Was geschah wirklich?

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Dolberg - Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung sitzt ein 25-jähriger Nigerianer jetzt auf der Anklagebank vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Münster. Er will die Schuld nicht auf sich sitzen lassen - und erhält Unterstützung.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte am Abend des 8. November 2017 ein damals 15 Jahre altes Mädchen zweimal gewaltsam zum Beischlaf gezwungen und sie geschlagen haben. Tatort soll eine Parkbank in der Nähe des Rewe-Marktes in Ahlen-Dolberg gewesen sein. Mit einem Trick soll die Jugendliche von dem Mann freigekommen und geflüchtet sein.

Der Angeklagte, der bis zu seiner Verhaftung in einem Flüchtlingsheim am Hermesweg in Dolberg gewohnt hatte, schilderte den Sachverhalt völlig anders. Er habe schon länger eine intime Beziehung zu dem Mädchen unterhalten. Am Tattag habe die damals 15-Jährige einen Treueschwur von ihm verlangt, der mit Blut besiegelt werden sollte. Das habe er brüsk abgelehnt. Anscheinend wolle sich das Mädchen nun an ihm rächen.

Mehrere Stunden dauerte die Vernehmung des Angeklagten, bevor es kurz vor Ende des ersten Prozesstages noch zu einem Paukenschlag kam. Als Zeuge trat ein Bundeswehroffizier auf, der sich selbst beim Gericht gemeldet hatte. Zu diesem Schritt habe er sich veranlasst gefühlt, nachdem er aus der Zeitung von dem Verfahren gelesen hatte. Er stellte mit seiner Aussage die Glaubwürdigkeit des Mädchens infrage.

Am Freitag wird der Prozess fortgesetzt. Dann will das Gericht die Mutter des inzwischen 16-jährigen Mädchens hören. Danach tritt die Jugendliche in den Zeugenstand – vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. - mam

 

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