Verkehrsrowdies Am Hämmschen

Anwohner des Bernard-Droste-Wegs berichten krasses Fehlverhalten von Verkehrsrowdies

Chaos auf der Kreuzung: Anwohner beklagen sich über unhaltbare Zustände und finden bei der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Gehör.
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Chaos auf der Kreuzung: Anwohner beklagen sich über unhaltbare Zustände und finden bei der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Gehör.

Seit ein paar Wochen wird die Baustellensituation am Bernard-Droste-Weg durch zwei Ampelanlagen – in Höhe des Losekenwegs und in Höhe des Bernard-Droste-Wegs – geregelt. Besonders über die Verkehrslage an der Ampelanlage auf der Höhe des Bernard-Droste-Wegs zeigte sich eine Gruppe von Anliegern besorgt und wandte sich damit jetzt an die SPD-Fraktion in der Heessener Bezirksvertretung. Die Genossen nahmen dies zum Anlass, um sich mit Anliegern die Situation vor Ort anzusehen.

Heessen – „Die Autos fahren hier ohnehin schon mit erheblicher Geschwindigkeit vom Hämmschen auf den Bernard-Droste-Weg. Seit dem die Ampelanlage hier steht, hat sich die Lage noch verschärft. Jetzt fahren alle, wie sie wollen und sorgen für ein nicht mehr berechenbares Verkehrschaos!“, berichtet Doris Boskovic.

Und tatsächlich, die SPD-Fraktion kann sich vor Ort davon überzeugen: Autofahrer, die vom Hämmschen nach links auf den Bernard-Droste-Weg abbiegen wollen, ziehen mit hoher Geschwindigkeit auch bei auf Rot stehender Ampel an den wartenden Autos vorbei Richtung Vogelsang auf die Gegenfahrbahn und biegen dann kurz bevor ihnen der Gegenverkehr entgegenkommt in den Bernard-Droste-Weg ein.

Dabei kommt es nicht selten zu gefährlichen Situation: „Ich habe schon das ein oder andere Mal das rasende Auto an der Hacke gespürt“, schildert Barbara Küßner ihre Erfahrung. Denn die mit hoher Geschwindigkeit einbiegenden Autos sind vor allem für Fußgänger, insbesondere ältere Menschen mit Rollator und andere eingeschränkt bewegliche Menschen, die den Bernard-Droste-Weg am Fußgängerüberweg überqueren wollen, eine erhebliche Gefahr. „Oft nutzen die Autofahrer sogar die Gegenfahrbahn des Bernard-Droste-Wegs zum Einbiegen“, berichtet Barbara Kiczeriak weiter.

Verkehrsbaken sind keine gelungene Lösung

Die drei Frauen wohnen unmittelbar am Bernard-Droste-Weg und haben schon die eine oder andere brenzlige Situation von ihrem Fenster aus beobachten können. Die von der Verwaltung aufgestellten rot-weißen Verkehrsbaken würden einfach umfahren, ignoriert und teilweise schlicht umgestellt, berichten die Anliegerinnen übereinstimmend.

Verkehrsrowdies nutzen Gegenfahrbahn und Wiese

Ein weiteres Problem stellten Autofahrer, die vom Sachsenring kommen und vom Bernard-Droste-Weg auf den Vogelsang abbiegen wollen, dar. Diese wenden verkehrswidrig unter Mitbenutzung der Gegenfahrbahn im Einmündungsbereich des Bernard-Droste-Wegs auf den Hämmschen, wenn ihnen die Pkw-Schlange vor der Ampelanlage zu lang ist. Dabei nutzen sie zum Teil zudem ebenfalls verkehrswidrig die den Bernard-Droste-Weg vom Edel-Weiß-Platz trennende Wiese.

„Bei einem Ortstermin, bei dem es auch um die erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen vor Ort ging, kam bereits die Idee auf, unmittelbar am Bernard-Droste-Weg die Wiese zu einem Graben abzusenken“, berichtete Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke (SPD). Das würde das Überfahren der Grünfläche verhindern und auch im Übrigen den Verkehr entschleunigen. Bisher ist der Graben aber noch nicht umgesetzt worden, wie die SPD-Fraktion vor Ortfeststellen musste.

Begrünung soll für Geschwindigkeitsreduzierung sorgen

Auch das noch ausstehende Begleitgrün am Bernard-Droste-Weg lässt noch auf sich warten. „Wenn der Bernard-Droste-Weg nach außen hin durch Begrünung sichtbar abgegrenzt wäre, würde auch das schon zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beitragen“, ist SPD-Fraktionsvorsitzende Dilek Dzeik-Erdogan überzeugt.

Die Genossen sind sich einig: Bei einem weiteren, zeitnahen Ortstermin sollen mit der Verwaltung Lösungen gefunden werden. Die Problemlage sei dabei bereits an die Verwaltung weitergereicht worden.

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