Unwetter in Hamm: Viel zu tun für die Feuerwehr

27 Einsätze - Blitzeinschlag, brennendes Auto, Rohrbruch im Seniorenheim St. Stephanus 

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Blitz, Donner, Starkregen - Das Unwetter hielt die Hammer Feuerwehr in der Nacht zu Samstag vor allem im Stadtteil Heessen auf Trab. Zu insgesamt 27 Einsätzen wurden die 25 Kräfte alarmiert. Viele Keller waren vollgelaufen, ein Wasserrohrbruch im Seniorenheim St. Stephanus. Ein Auto blieb im Wasser stecken, durch einen Kurzschluss brannte es im Motorraum.

Heessen - Die 25 Einsatzkräfte der Hammer Feuerwehr wurden aufgrund des starken Unwetters bis 24 Uhr zu insgesamt 27 Einsätzen in Heessen gerufen. "Es handelte sich hauptsächlich um volle Keller, die auszupumpen waren", sagt Einsatzleiter Wolfgang Rumpf. "Die Einsatzkräfte mussten sich aber auch um ein brennendes Auto, einen Blitzeinschlag in einen Baum und einen Wasserrohrbruch im Altenwohnheim St. Stephanus kümmern.

"Das Gewitter stand statisch über Heessen, aber auch Ahlen und Walstedde. Man hatte das Gefühl, es bewegt sich nicht", sagt Rumpf. Besonders hart traf es Walstedde. Dort waren insgesamt 150 Kräfte im Einsatz. Durch den starken Regen hatten sich in Hamm vorwiegend im Stadtteil Heessen Wassermassen auf den Straßen angesammelt. 

Feuer im Motorraum

Ein Auto hatte sich an der Dolberger Straße Ecke Vogelstraße im Wasser festgefahren. Das Wasser habe zunächst vielleicht 20, 30 Zentimeter hoch gestanden, sei dann aber schnell bis auf Scheibenhöhe angestiegen, berichtet Rumpf. "Es kam zu einem Kurzschluss an der Batterie, das Auto begann zu brennen", sagt Rumpf. "Zum Glück erst, als die Feuerwehr schon vor Ort war." Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Der Pkw brannte nicht komplett aus. Verletzt wurde niemand.

Blitzeinschlag in Baum

Wenig später wurde die Feuerwehr zum Truppenübungsplatz am Frielicker Weg alarmiert. Dort stand ein Baum nach einem Blitzeinschlag in Flammen. Verletzt wurde niemand. Auch Gebäude oder Fahrzeuge befanden sich nicht in unmittelbarer Nähe.

Wasserrohrbruch in Seniorenheim

Zehn Kräfte der Feuerwehr waren am noch dabei, die Keller- und Lagerräume des Altenwohnheims St. Stephanus auszupumpen. Hier kam es zu einem Korrosionsbruch im Bereich des Hausanschlusses, der nichts mit dem Starkregen zu tun hatte. "Zusätzlich ist Wasser durch die Kellerfenster eingedrungen. Etwa zehn Zentimeter hoch stand das Wasser im kompletten Untergeschoss", sagt Rumpf. Mitarbeiter der Stadtwerke waren vor Ort, um die unterbrochene Trinkwasserversorgung wiederherzustellen. Das gelang gegen 11 Uhr. Bewohner des Altenheims hätten zu keiner Zeit Einschränkungen gehabt. "Angehörige brauchen sich keine Sorgen machen."

Ein riesiges Loch entstand links neben dem Eingang.

Mit den Unwetterschäden hat das Seniorenheim innerhalb weniger Tage den zweiten harten Schlag zu verkraften. Am Donnerstag und Freitag wurden mehrere Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet, Massentests wurden durchgeführt, Besuchsverbot und Aufnahmestopp verfügt. Erste Ergebnissen werden am Sonntag erwartet.

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Coronavirus in Hamm: Weitere Infizierte in St. Stephanus - Rätsel um Tönnies-Fall

 

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