Weihnachtsbeleuchtung im Frühjahr: Neues Licht für Weihnachtmarkt in Heessen

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Gute Idee: Fachmann Ralf Potrick (rechts) zeigt Andreas Kämper, HWG-Chefin Barbara Sander und Ex-Chef Stefan Vieth eine mögliche Projektionsfläche.

Heessen – Als sich Barbara Sander, Vorsitzende der Heessener Werbegemeinschaft (HWG), ihr Freund, SCE-Geschäftsführer Andreas Kämper, und Ex-HWG-Chef Stefan Vieth am Montag auf dem Marktplatz mit Elektrotechnikermeister Ralf Potrick treffen, dreht sich trotz frühlingshafter Temperaturen am Anfang alles um die Adventsbeleuchtung, wie sie bislang war. Die beste Idee kommt zum Schluss.

Dabei gibt es zwei Gründe für die HWG, die Adventsbeleuchtung komplett neu zu gestalten: Erstens ist die alte schlicht kaputt, und zweitens wird der Heessener Markt ab Herbst völlig neu gestaltet – und die dann sowieso laufenden Baumaßnahmen könnte man ja für eine moderne Installation von weihnachtlichem Glanz nutzen. Aber vor der Verlegung von neuen Leitungen steht ein Konzept, wie es denn werden soll.

Dazu hat Sander den Elektrotechnikermeister Potrick eingeladen, einen ausgewiesenen Experten. „Er hat eine Zeit lang die Weihnachtsbeleuchtung rund um die Pauluskirche gemacht“, sagt Kämper. Und: Er hat die erste barrierefreie Adventsbeleuchtung entworfen, bei der die Kabel nicht über den Fußboden geführt wurden.  

Kostenersparnisse durch neue Beleuchtung

Die alte Anlage hat schon viele Jahre auf dem Buckel, ist reparaturanfällig und besteht noch aus „normalen“ Glühbirnen. Was kommen wird: LED-Beleuchtung. „Die ist weniger anfällig und kostet viel weniger Strom“, sagt Barbara Sander.

Alles weitere: offen. Experte Potrick rät dringend dazu, die Bauarbeiten auf dem Heessener Markt dafür zu nutzen, Stromkabel zu verlegen – und vielleicht sogar die eine oder andere Lampe einzubauen – also: im Boden zu versenken. Dabei denkt er vor allem an eine Variante: „Man könnte die Bäume von Strahlern beleuchten lassen, die im Boden eingelassen sind.“ Sander findet’s klasse: „Das sähe auch beim Wein- und Grillfest schön aus.“

Auch einen Besuch wert: Der Adventsmarkt am Brokhof

Ergänzen würde Potrick die Bestrahlung mit den um die Baumstämme gewickelten Lichterschläuchen. Und: Wenn man es ganz komplett gestalten würde, würde man einen Farbenwechsel einbauen – dann reflektiere der Baumstamm mal gelbes, mal blaues, mal rotes Licht – je nach Veranstaltung.

Potrick schlägt auch vor, mit Licht den Platz zu rahmen. Das heißt: Alle Geschäfte am Markt und an der Amtsstraße gegenüber würden mit Lichterketten, -schläuchen oder -netzen behängt. „Gerade Netze sähen hier toll aus“, sagt er. Das passt: Es ist auch im Gespräch, das Alte Amtshaus als Adventskalender herzurichten, erinnert sich Vieth.

Auch für Weihnachtssterne soll es in Zukunft Ersatz geben.

Auch Ersatz für die leuchtenden Weihnachtssterne an den Laternen kann sich der Elektrotechnikermeister vorstellen – und zwar in verschiedenen Motiven: einem Willkommenssymbol, einem oder mehreren Symbolen, die für Heessen stehen oder dem HWG-Logo zum Beispiel. Bei allen Einrichtungen käme es darauf an, dass sie nicht abgenommen werden müssten, sondern das Jahr über hängen bleiben – und für Veranstaltungen genutzt werden könnten. „Der Vorteil von Baumstrahlern und LEDs ist, dass sie nicht nur im Advent gut aussehen“, sagt Potrick, „der Nachteil ist, dass sie nicht ganz so weihnachtlich aussehen.“

Mut zu etwas Neuem

Die beste Idee hat Potrick zum Schluss. Sein Blick fällt auf die fensterlose helle Klinkerwand im Gebäude mit dem Berges-Schuhgeschäft – und er fragt: „Haben Sie mal darüber nachgedacht, diese Wand als Projektionsfläche zu nutzen?“ Nein, denn die Idee ist neu. Man könnte doch, denkt Potrick laut weiter, auf einer Laterne einen solchen Projektor platzieren... Denkbar wären weihnachtliche Symbole, andere Symbole oder Veranstaltungshinweise. Vieth und Sander sind schnell Feuer und Flamme. Jetzt geht es nur noch darum, auch den Maibaum einzubinden.

Darüber und die ganzen anderen Ideen will Ralf Potrick nachdenken. Technische Infos holt er sich bei der Stadt – und dann macht er Vorschläge und sagt, was es kostet. Denn, Stand jetzt, die HWG muss die Beleuchtung aus eigenen Mitteln und aus Spenden finanzieren. Wegen der Umgestaltung des Platzes kommt die aber erst 2020.

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