Autofahrer runtergeremst

Plötzlich Tempo 30 statt 70 auf Ahlener Straße

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Vorsicht, Schleudergefahr: Weil der Asphalt der Ahlener Straße nicht mehr „griffig“ genug ist, könnten Autos bei höheren Geschwindigkeiten von der Fahrbahn abkommen. Daher gilt jetzt statt Tempo 70 nur noch 30 Kilometer in der Stunde.

Heessen - Und plötzlich gilt Tempo 30. Wer über die Ahlener Straße Richtung Ahlen fährt, wird in der ersten langgezogenen Rechtskurve – nach der Einmündung Ennigerweg – seit einigen Tagen heftig von 70 Kilometer pro Stunde heruntergebremst.

Das ruft bei den Autofahrern nicht nur Verwunderung, sondern auch Verärgerung hervor. Ist doch nicht klar, warum der Landesbetrieb Straßen NRW zu diesem Mittel greift. „Die Straße ist nicht mehr griffig genug und es besteht die Gefahr, dass man an dieser Stelle ins Schleudern gerät“, erklärt Frank Hoffmann von der Regionalniederlassung Ruhr auf Anfrage des WA.

Als Grund für die verminderte Griffigkeit nennt Hoffmann Abnutzung. Angeregt worden sie eine Griffigkeitsuntersuchung an dieser Stelle durch die Unfallkommission. An drei Stellen im Bereich der Niederlassung Ruhr habe man ähnlich geartete Unfälle beobachtet, unter anderem auf der Ahlener Straße. Die Untersuchung habe nur ungefähr die Hälfte des geforderten Wertes gebracht.

In einem Tunnel in Unna seien Fahrzeuge bereits bei Tempo 50 aus der Kurve geflogen. Daher habe man auf der Ahlener Straße die Geschwindigkeit nicht auf 50, sondern auf 30 Kilometer pro Stunde reduzieren müssen. Gleichzeitig weise man auch auf die Schleudergefahr hin. „Wir mussten schnell reagieren“, sagt Hoffmann.

Möglichkeiten der Sanierung in Prüfung

Die Sanierung des Straßenabschnitts genieße eine sehr hohe Priorität. Doch wie lange es dauern wird, bis die Autofahrer wieder mit Tempo 70 Richtung Ahlen fahren können, steht noch nicht fest. Derzeit prüfe man verschiedene Möglichkeiten zur Sanierung. Unter anderem könne man den Belag anspritzen. Man tendiere jedoch zu einer Feinfräsung.

Die Dauer sei wirklich schwer zu schätzen, denn erst einmal müsse man die Methode festlegen, dann Preisanfragen stellen und schließlich auch noch ein Unternehmen mit freien Kapazitäten finden, so Hoffmann. Wir wollen die Einschränkungen für die Autofahrer zeitlich so gering wie möglich halten“, sagt er. Man hoffe, es in den nächsten sechs Wochen hinzubekommen.

Auch zu den Kosten konnte Hoffmann noch keine Aussage machen. Er verwies ebenfalls auf die noch nicht festgelegte Sanierungsmethode und die noch fehlenden Preisanfragen bei den Firmen.

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