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Stadtpark im Zentrum von Heessen wird „Grüner Schatz“

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Von: Gisbert Sander

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Stadtverwaltung stellt Plan für Stadtpark Heessen vor
Stellten den Planungsstand zum Stadtpark Heessen vor: OB Marc Herter (von links), Bezirksbürgermeisterin Erzina Brennecke , Stadtbaurat Andreas Mentz und Svenja Hoch vom Tiefbau- und Grünflächenamt. © Reiner Mroß/Digitalbild

Der „Grüne Schatz“, den die Ampel-Koalition in der Bezirksvertretung Heessen mit dem Stadtpark im Zentrum zwischen Brokhof und Gutenbergschule entwickeln will, wird am Ende deutlich gewichtiger ausfallen als ursprünglich gedacht.

Heessen – Es soll deutlich mehr entstehen als ein Bereich mit ein paar mehr (Obst-)Bäumen, Spiel- und Fitnessflächen. Die ursprünglichen Ideen kamen bei der Stadtverwaltung so gut an, dass sie jetzt Vorhandenes nicht nur ergänzen, sondern Bestehendes für das Gesamt-Konzept verändern möchte.

Von daher waren die 100 000 Euro Bezirksbudget 2021, das die Heessener Ampel-Koalitionäre komplett für erste Planungskosten reserviert hatten, gut investiert. Auf rund 3,5 Millionen Euro schätzte Stadtbaurat die Gesamtkosten zur Realisierung des Projekts bei dessen Vorstellung am Donnerstag. „Das geht natürlich nicht ohne Fördermittel“, sagt er. Tatsächlich habe der Bund ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem die „Klimaresilienz“ in Kommunen gefördert werde. „Ich bin zuversichtlich, dass wir davon profitieren werden, weil nicht viele Städte in der Lage sind, sich mit solchen Themen zu beschäftigen“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter.

Aufenthaltsqualität für alle Generationen

Der Charakter der ursprünglichen Vorstellungen von SPD, Grünen und FDP bleibt erhalten: „Wir werden die Aufenthaltsqualität des Grüngürtels für alle Generationen aufwerten“, sagte Bezirksbürgermeisterin Erzina Brennecke. Zugleich will man laut OB auf die Folgen des Klimawandels – vor allem bezüglich Hitzeperioden und Starkregenereignissen – so reagieren, dass die Auswirkungen für die Bürger weniger spürbar werden.

„Wir machen die Stadt zukunftsfähig“, sagte Stadtbaurat Andreas Mentz. Konkret bedeutet das, dass Flächen entsiegelt werden. Davon betroffen ist vor allem der Parkplatz an der Sachsenhalle. Und das Regenwasser vom Brokhof soll einen kleinen Wasserlauf speisen, der durch den nördlichen Planungsbereich fließt. Mentz: „Nach dem Prinzip der Schwammstadt wollen wir vermeiden, dass Oberflächenwasser in Kanälen abgeleitet, sondern der Vegetation zur Verfügung gestellt wird.“ So könne Trockenstress für Bäume reduziert werden.

Bolzplatz bleibt auch fürs Festzelt erhalten

Die große Grünfläche südlich der Sachsenhalle bleibt erhalten: als Bolzplatz einerseits und als Platz für das Festzelt der 1835er Schützen andererseits. Nahe der Gutenbergschule sind Basketballfeld, Tischtennisanlage und weitere Angebote für (breiten-)sportliche Aktivitäten angedacht. Die von Senioren gewünschten Fitnessgeräte stehen ja bereits. Hinzu kommen nach Auskunft von Svenja Hoch, die im Tiefbauamt für die Planung zuständig ist, Bürgerbeete und Obstwiesen (Thema: Essbare Stadt), mehr Bäume und zahlreiche insektenfreundliche Blühwiesen.

Und dann ist da noch der Piebrockskamp, der wie eine Barriere zwischen den Teilen des Stadtparks liegt. „Die Straße ist so breit, dass viele Autofahrer Tempo 30 nicht einhalten“, weiß Mentz. Darum sei angedacht, den Durchgangsverkehr möglichst herauszuhalten und sie vor allem Fußgängern und Radfahrern zu widmen. Die Bürger sollen mit einer Bürgerversammlung weiterhin beteiligt werden.

Der erste Plan für den Stadtpark Heessen
Die erste Planung für den Stdtpark im Zentrum Heessen: Oben im Norden ist der Brokhof, unten im Süden die Gutenbergschule, dazwischen die Sachsenhalle. © Stadt Hamm

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