Neuer Dorfsheriff in Heessens Nachbarschaft eine Frau

+
Das Gesicht der Polizei in Dolberg: Sabine Jungenblut tritt als neue Bezirksbeamtin in die Fußstapfen von Norbert Caspar.

Auch in Dolberg ist der neue Dorfsheriff eine Frau: Sabine Jungenblut tritt als Bezirksbeamtin die Nachfolge Norbert Caspars an.

Dolberg – Als Sabine Jungenblut an der Reihe war, hatte sie eigentlich kaum noch etwas zu sagen. Denn vorher hatte Landrat Dr. Olaf Gericke die neue Bezirksbeamtin für Dolberg ausführlich vorgestellt, und Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger hatte sie, ihre Arbeit und die ihrer Kollegen gelobt: „Die Polizei hat in Ahlen ohnehin ein positives Image. Angemessen, dosiert und mit viel Fingerspitzengefühl gehen die Beamten hier auf die Menschen zu.“

Jungenblut biete alles für den Job als Dolberger Bezirksbeamtin, hatte Gericke gesagt, sie erfülle damit die Voraussetzungen, um Hemmschwellen abzubauen und Kontakte zu pflegen. „Mehr Ahlen geht nicht“, sagte der der Landrat, der auch Leiter der Kreispolizeibehörde ist, und begründete das so: „Sie ist seit 25 Jahren bei der Polizei und ist bis auf eine kurze Zeit in Ahlen tätig – das heißt: Sie wohnt in der Stadt, sie kennt die Menschen.“

Lesen Sie auch:

Christiane Dierks ist der erste weibliche Dorfsheriff im Bezirk Uentrop

Zeit für die Bürger: Das ist der neue Bezirksbeamte für Mitte

"Alle freundlich auf mich zugekommen"

Zugleich kenne die 49-Jährige den Ahlener Süden gut – und Dolberg sei ihr auch nicht fremd. Als hätten sie und ihr Vorgänger Norbert Caspar geahnt, dass sie bald in Dolberg arbeiten würde: Vor wenigen Monaten fuhr sie mit Caspar auf seiner Runde mit und lernte vor allem Dolberg näher kennen. Was für ein Zufall. Ihre Eindrücke: „Mir ist positiv aufgefallen, dass praktisch alle in Dolberg sehr freundlich auf mich zugekommen sind“, sagt sie, „vor allem die Kleinen, haben mich bei der Schulwegsicherung freundlich gegrüßt.“

Das war ein guter Einstieg, und den wird sie angesichts der großen Fußstapfen, die Vorgänger Caspar ihr hinterlässt, brauchen können. „Ich gebe mein Bestes“, verspricht sie. Davon geht Landrat Gericke sowieso aus. „Bezirksbeamte sind das Bindeglied zum Bürger“, sagte er, „sie sind das Gesicht der Polizei.“

"Sie weiß, wie die Ahlener ticken“

Bürgermeister Berger machte aus seiner Freude, dass „diese wichtige Stelle“ wiederbesetzt worden ist, keinen Hehl: „Es ist gut, dass der Kreis das ermöglicht hat, und dann sogar noch mit einer Frau, die weiß, wie die Ahlener ticken“.

Bezirksbeamtin Sabine Jungenblut steht ein Mal im Monat mit der „Mobilen Wache“ auf dem Rewe-Parkplatz in Dolberg, an den anderen Montagen ist sie aber zwischen 10 und 12 Uhr auch dort – in aller Regel mit einem Polizeiwagen. Wer von ihrem Vorgänger Norbert Caspar noch eine Visitenkarte hat, kann sie weiter nutzen: Die Telefonnummern bleiben aktuell – das sagte Wachleiter Uwe Alteheld, der in diesem Zusammenhang noch einen Satz in Stein meißelte: „Wenn’s dringend ist, wählen Sie die 110.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare