Metalldiebe plündern Heessener Brandruine

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Das Vereinsheim der Heessener Marinekameradschaft wurde in den frühen Morgenstunden des 20. September ein Raub der Flammen: Brandstiftung. Wie es weitergeht, soll auf der Jahreshauptversammlung geklärt werden.

Heessen - Der Ärger und die Wut über das, was am frühen Morgen des 20. September an der Schlossstraße passiert ist, ist bei den Mitgliedern der Marinekameradschaft Heessen noch immer groß.

Denn, wie die Polizei kurze Zeit später bestätigte, fiel das Vereinsheim einer Brandstiftung zum Opfer und ließ die Marinekameradschaft damit vor vielen offenen Fragen stehen.

Zu den bislang unbekannten Tätern der Brandstiftung gibt es aktuell nichts Neues. „Die Ermittlungen laufen noch“, erklärte Polizeisprecherin Julia Breitenstein. Übrigens: Als sei der Brand nicht schon traurig genug, sorgte Anfang dieses Monats noch eine weitere Tat von Unbekannten für Ärger bei der Marinekameradschaft: Sämtliche Kupferleitungen der Heizung und alle Dachrinnen wurden nach Auskunft Krügers gestohlen.

Übergangs-Bleibe gefunden

Weil allerdings die Hilfsbereitschaft nach dem verheerenden Brand groß war, hat der Verein zumindest vorerst eine Bleibe gefunden. „Unser Dank gilt dem Knappenverein Heessen, der uns sein Vereinsheim neben dem Brokhof zur Verfügung stellt“, sagt Schriftführer Hans-Martin Krüger. Eine erste Versammlung der Marinekameradschaft habe dort bereits stattgefunden, weitere folgen bis Ende des Jahres. Wie es langfristig weitergeht, sei allerdings noch nicht geklärt.

Klar ist aber, dass die Marinekameradschaft mit ihren 18 Mitgliedern bestehen bleibt, betont Schriftführer Krüger. Überlegungen, wo die regelmäßigen Treffen sowie die auch von den Heessener Bürgern gerne angenommenen Veranstaltungen künftig stattfinden, gibt es zwar bereits, unter „Dach und Fach“ ist bislang aber noch nichts.

Die Historie:

Im Sommer 1994 übernahm die Marinekameradschaft das Gebäude vom Kanuclub Heessen. In vielen Arbeitsstunden wurden die Räume und die Außenanlage von damals 34 Mitgliedern hergerichtet. Am 19. November 1994 wurde das Marineheim eingeweiht. Durch Einbrüche wurde das Marineheim 2003 zwei Mal verwüstet und die Kameraden mussten erneut alles renovieren.

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