Bewohner unverletzt - Doppelhaushälfte einsturzgefährdet

Drei Meter hohe Flammen schlagen aus Dachfenster: Küchenbrand sorgt für Großeinsatz

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Das Dachgeschoss des Hauses an der Nelkenstraße stand in Flammen.

Hamm - Ein Küchenbrand in einer Doppelhaushälfte in Heessen hat am späten Samstagabend für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Das Gebäude ist aber vorerst unbewohnbar.

Das Feuer brach laut Polizei gegen 23.25 Uhr in der Küche der Dachgeschosswohnung aus. Als die Feuerwehr kurz danach eintraf, schlugen die Flammen etwa drei Meter hoch aus dem Dachfenster auf der Vorderseite.

Die Bewohner des Dachgeschosses hatten das Haus zu dem Zeitpunkt bereits verlassen. Sie wurden vom Rettungsdienst betreut. Die Bewohner des Erdgeschosses sowie deren zwei Hunde sollten sich aber noch im Haus aufhalten. Zu diesem Zeitpunkt schlugen auch auf der Rückseite des Gebäudes Flammen aus einem Dachfenster, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr.

Einsatzkräfte betraten unter Atemschutz das brennende Haus, um die Menschen zu retten. Nach kurzer Zeit konnten beide Bewohner des Erdgeschosses in der Wohnung aufgefunden werden. Sie wurden ins Freie gebracht und ebenfalls vom Rettungsdienst betreut. Alle Personen blieben unverletzt. Später fanden die Feuerwehrleute auch die beiden aufgeregten Hunde.

Massiver Löschangriff von innen und außen

Das Feuer hatte sich in der Zwischenzeit auf das gesamte Obergeschoss und den Dachstuhl ausgebreitet. Die Dachhaut war an mehreren Stellen bereits durchgebrannt. Durch einen massiven Löschangriff von zwei Trupps unter Atemschutz von innen, zwei Trupps von außen sowie von der Drehleiter aus wurde das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht, heißt es im Bericht der Feuerwehr.

Schwierige und aufwendige Nachlöscharbeiten

Um den Brand vollständig ablöschen zu können, mussten große Teile des Daches aufgenommen und Decken und Wände im Obergeschoss aufgerissen werden. Auch auf dem Dachboden im Nachbarhaus mussten Teile der Decke eingerissen werden um die erhitzte Wand und Dachkonstruktion kühlen zu können und somit das Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich laut Feuerwehr schwierig und aufwendig, da immer wieder Glutnester unter der Dämmung, hinter der Dachverkleidung und im Brandschutt aufflackerten. Aus diesem Grund wurde abschließend auch eine Brandwache durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr gestellt.

Die Doppelhaushälfte ist zunächst unbewohnbar. Laut Polizei ist das Gebäude einsturzgefährdet. Auch die Bewohner des Nachbarhauses müssen ihre Wohnung für eine Nacht verlassen.

Die Polizei beschlagnahmte den Brandort. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch zahlreiche Kräfte der Freiwilligen Wehren im Einsatz.

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