Pascal Knop und seine Michelle

Operation „Herzblatt“: Antrag vor dem gesamten Bataillon

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Wenn die Knie da mal nicht weich werden: Viele sind nervös, wenn sie ihrer Angebeteten unter vier Augen einen Heiratsantrag machten. Pascal Knop stellte seiner Michelle Bentrup vor 118 Rekruten und zahlreichen Zuschauern die Frage der Fragen – mit dabei: Sohn Leon Aiden.

Ahlen – Operation „Herzblatt“ zum Gelöbnis in der Westfalen-Kaserne: Vor der angetretenen Gelöbnisformation hielt Schütze Pascal Knop am Freitag um die Hand von Michelle Bentrup an.

Von Peter Schniederjürgen

Zeugen waren das gesamte Bataillon, Sohn Leon Aiden und Oberstleutnant Timm Gadow, Kommandeur des Aufklärungsbataillons 7. Alles begann streng militärisch. Und zwar so:

Das Bataillon marschierte ein. Dem Heeresmusikkorps aus Kassel folgten Truppenfahne und Ehrenformation. Kommandeur, Oberstleutnant Timm Gadow begrüßte die zivilen und militärischen Gäste, darunter die Abordnung des Dolberger Schützenvereins. „Sie beenden mit dem heutigen Tag den ersten Schritt Ihrer militärischen Ausbildung, dazu gratuliere ich Ihnen“, sagte Gadow seinen 118 Rekruten.

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Das „Ja“ ging fast im Applaus unter

Die zurückliegenden Wochen seien nicht immer vergnügungssteuerpflichtig gewesen, sagte er. Die Soldaten seien bereit, Pflichten und Verantwortungen zu übernehmen, auch den Verzicht auf körperliche Unversehrtheit. „Was Sie hier gelernt haben, wird Ihnen bei Ihren künftigen Verwendungen immer von Nutzen sein“, sagte der Kommandeur.

Ein Kuss: Sie hat „Ja“ gesagt.

Dann wich er vom Protokoll ab und bat Michelle Brentrup aus der Besucherschar zu sich: Sie kam in Begleitung von Leon Aiden. Dann, militärischer, befahl der Oberstleutnant dem Schützen Pascal Knop, vorzutreten. Dem jungen Soldaten lief der fünfjährige Leon Aiden entgegen. Der Schütze fiel vor seiner Angebeteten auf die Knie, dann die entscheidende Frage: „Willst du meine Frau werden?“. Ihr „Ja“ ging beinahe im Applaus unter, es folgte ein inniger Kuss.

Soldat sein ist weder „in“ noch „cool“

Nach dem romantischen Zwischenspiel ging alles streng nach Protokoll weiter. Der Dolberger Ortsausschußvorstizende Philipp Gößling, sagte: „Unsere Patenschaft mit den Soldaten des Bataillons kommt aus der Mitte der Gesellschaft.“ Für ihn ein Zeichen für den Rückhalt den die Soldaten für ihren oft gefährlichen Dienst. „Sie leben eine Widerspruch zur Strömung in der Gesellschaft“, sagte er. Soldat zu sein, sei weder „in“ noch „cool“. „Aber für den Dienst zu unser aller Sicherheit und Frieden verdienen Sie einen Ehrenplatz in der Gesellschaft.“

Schließlich gelobten die Soldaten mit der Hand auf der Truppenfahne. Mit der Nationalhymne und dem Ausmarsch der Fahne endete das ungewöhnliche Gelöbnis.

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