Kampf gegen Szenetreff an der Münsterstraße

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Ältere Menschen meiden laut Heessener CDU den Bereich hinter der Bahnüberführung der Münsterstraße, denn dort treffen sich Menschen verschiedener Nationalitäten und wirken einschüchternd.

Hamm-Norden - Die CDU-Fraktion in der Heessener Bezirksvertretung hat öffentliche Trinkgelage an der Münsterstraße in der Einmündung zum Westberger Weg mit einer Anfrage aufgegriffen.

Passanten und Anlieger hätten sich über den Szenetreff beschwert, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Arnd Hilwig und erhält Unterstützung des Nordener Bezirksvertreters Günter Anhalt. Schulkinder seien auf dem Schulweg peinlich berührt und ältere Menschen mieden den Bereich, der sich in der Nähe einer Alteneinrichtung befindet.

Nach Angaben der Stadt Hamm sind die Personen im Wesentlichen bekannt. Es handele sich um eine Gruppe, die schon länger im Hammer Norden unterwegs sei. Sie bestehe aus Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten. Sie befänden sich jenseits des jugendlichen Alters.

Anfangs hätten sich die Personen im Bereich des Penny-Marktes aufgehalten, dann habe sich der Treffpunkt auf den Karlsplatz verlegt. Da dort auch der Kommunale Ordnungsdienst eingeschritten sei, habe die Gruppe den Standort in den Bereich Westberger Weg und Münsterstraße verlegt.

Der Kommunale Ordnungsdienst sieht nach dem Rechten

Ob der Treff tatsächlich an allen Orten stets von denselben Menschen bevölkert wird, ist allerdings unsicher. Während die Stadtverwaltung mitteilt, dass seit einigen Wochen die Gruppe dort nicht mehr gesehen worden sei, halten Hilwig und Anhalt dies nur für eine Momentaufname. „Das ist nur eine Folge des nassen und kalten Wetters“, sagt Hilwig, und auch Anhalt glaubt nicht an eine dauerhafte Aufgabe des Treffpunktes.

Die Stadt habe zugesichert, den Treffpunkt weiterhin regelmäßig in den Blick zu nehmen. Der Kommunale Ordnungsdienst schreite bei auffälligem Verhalten ein. Werde öffentlich uriniert oder gepöbelt würden Platzverweise ausgesprochen, die allerdings höchstens bis zum nächsten Tag gelten. Ordnungsgelder seien nur bedingt geeignet oder nicht durchsetzbar, so die Stadt Hamm.

Das Stadtteilbüro Hamm-Norden wird aktiv

Zwischenzeitlich sei das Stadtteilbüro im Hammer Norden hinzugezogen worden, teilt die Stadt auf die CDU-Anfrage mit. Sobald die Gruppe wieder am Treffpunkt aktiv werde, wolle das Stadtteilbüro gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst aktiv werden. Dabei will das Büro präventiv agieren, Problemlagen der Menschen identifizieren, um auf Unterstützungsmöglichkeiten hinzuweisen.

Bei Fehlverhalten werde der Kommunale Ordnungsdienst dann ordnungsrechtliche Konsequenzen durchsetzen. CDU-Fraktionschef Arnd Hilwig begrüßt die angekündigten Maßnahmen: „Ich halte es für richtig, dass soziale Fürsorge mit dem Einsatz für Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit einhergeht.“ Er sei für ein konsequentes Einschreiten der Stadt. Bezirksvertreter Anhalt hält es für wichtig, dass Anlieger und Betroffene sich auch aktiv an das Stadtteilbüro wenden, wenn sie Handlungsbedarf sehen.

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