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Exklusiv-Projekt an der Schlossmühle: Dann sollen die Immobilien fertig sein

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Von: Markus Liesegang

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Animation der neuen Mehrfamilienhäuser an der Schlossmühle
Lage im Grünen: 2024 sollen sie bezogen werden können, die vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen zwischen 57 und 109 Quadratmetern. © Visualisierung: immogination

Langsam wird sichtbar, was auf dem Gelände im Geviert Dolberger Straße, An der Schlossmühle, Ennigerbach und Mühlenteich entsteht. Der aktuelle Stand.

Heessen - In den tiefen Baugruben liegt eine Betonschachtel, deren massive Decke momentan bewehrt und schließlich ausgegossen wird – die künftige Tiefgarage des Komplexes mit vier Mehrfamilienhäusern.

Schlossmühle: Bauten optisch „aus einem Guss“

Ein einzeln stehendes Mehrfamilienhaus am östlichen Rand des Baugebiets Schlossmühle ist sogar schon in der zweiten Etage angelangt. „Das ist ein Privatbau. Dort entstehen fünf Wohnungen. Der Stil ist allerdings der gleiche wie bei unserem Projekt. Es soll optisch aus einem Guss sein“, erklärt Franz Venker, Vertriebsleiter von Heckmann Bauland und Wohnraum.

Die Baumaßnahme insgesamt sei gut im Zeitplan. „Stand jetzt. Wir verschließen natürlich nicht die Augen vor der aktuellen Situation in der Welt. Aber es muss immer Lösungen geben. Wir müssen optimistisch sein“, sagt Venker. „Wir bauen schon unter erschwerten Bedingungen, aber wir haben ein gutes Netzwerk in der Region, haben momentan keine Versorgungsengpässe“, sagt Venkers Kollege Andreas Strube.

Sommer 2024 sollen Mehrfamilienhäuser fertig sein

Im Sommer 2024 seien die vier Mehrfamilienhäuser, geplant vom Hammer Architekturbüro Noweck und Pahmeyer, komplett fertiggestellt. Die östlich gelegenen Hausnummern 16 und 18 sind bereits ab April jenes Jahres bezugsfertig. Die Nummer 12, direkt an der Zufahrtsstraße An der Schlossmühle gelegen, und die Nummer 14 folgen dann bis zur Jahresmitte 2024. Die Zufahrt zur Tiefgarage mit 40 Stellplätzen und der Infrastruktur für E-Mobilität erfolgt unter Nummer 12. Der Hochbau der westlich gelegenen Objekte wird im November dieses Jahres beginnen.

„50 Prozent haben wir vermarktet“, erklärt Venker bezüglich der Häuser 16 und 18. „Die Penthousewohnungen sind alle weg“, sagt er, „solche Immobilien sind immer gefragt.“

Rund um die Schlossmühle fließen Millionen

Sechs Wohnungen von 57 bis 97 Quadratmeter sind in den beiden Geschossen der baugleichen Gebäude vorhanden. Die aufgesetzten Penthousewohnungen verfügen über 75 und 109 Quadratmeter. Für die Aussicht von dort oben über die Lippeaue bei Schloss Heessen blättert der Käufer immerhin bis zu einer halben Million Euro auf den Tisch. Der Quadratmeterpreis beträgt für die Eigentumswohnungen 4.600 Euro.

„Es ist ja auch ein einzigartiges Ensemble, ein Liebhaberobjekt, moderne Wohnungen und denkmalgeschütztes Gebäude in einem schönen Ambiente“, fügt Strube hinzu. Die „Heckmänner“ investieren 13,5 Millionen Euro in das Baugebiet Schlossmühle. „Die komplette Erschließung des Gebiets liegt in unseren Händen, auch der Endausbau der Straßen. Als Bauträger sind wir für die Mehrfamilienhäuser zuständig, dann vermarkten wir die Grundstücke hinter diesen Häusern“, sagt Venker, „und wir haben uns zur Sanierung der Schlossmühle verpflichtet“.

Drei von sechs Einzelgrundstücken vermarktet

Von den sechs Einzelgrundstücken ohne Architektenbindung sind drei vermarktet, die anderen drei mit Flächen von 645 bis 878 Quadratmeter sind noch zu haben. Zum Festpreis von 350 bis 395 Euro pro Quadratmeter, je nach Lage. Das zunächst angedachte Bieterverfahren hat der Anbieter gestrichen. „Das hätte vor dem Hintergrund der Ukrainekrise und gestiegener Zinsen wenig Sinn gemacht“, erklärt Venker.

Wann denn die Sanierung der denkmalgeschützten Klostermühle erfolge? „Wir haben den Bauantrag in Vorbereitung, in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde“, heißt es. Die Nachnutzung steht noch nicht 100-prozentig fest. „Wir denken an Wohnen, vielleicht auch eine Nutzung als Büros“, sagt Venker. Und: „Gastronomie wird es dort wohl kaum geben.“ Die Mühle verlange Flexibilität in der Planung. Über Erfahrung mit historischen Gebäuden verfüge das Unternehmen, verweist Strube auf die Umwandlung der entweihten Martinskirche in Beckum in eine Kindertagesstätte.

So wird das Regenwasser aufgefangen

Das aufwendige Absenken des Grundwasserspiegels gehört bald der Vergangenheit an, wenn die Bodenwannen komplett gegossen sind. „Es wird dann auch keine Drainage nötig sein“, erklärt Bauingenieur Reinhold Gierse, Chef der Heckmann-Immobilientochter. Die extensiv begrünten Dächer aller Gebäude würden den Wasserabfluss regulieren, hätten eine Retentionsfunktion. Das Regenwasser fließt in Ennigerbach und Mühlenteich, das Schmutzwasser natürlich in die Kanalisation.

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