Umbau des Jugendzentrums

Integrationszentrum am Bockelweg voll im Zeitplan

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Der Anbau des Stadtteil- und Integrationszentrums steht im Rohbau.

Heessen - Der Umbau des Jugendzentrums Bockelweg in ein Stadtteil- und Integrationszentrum liegt im Zeitplan – das sagt Eva Lünser. Die bei der Stadt angestellte Architektin begleitet den Umbau, der auch einen Anbau im Garten einschließt. Derzeit sieht das Haus vor allem so aus: nackt.

Nackt heißt: Das Gebäude wurde entkernt. Tapeten und Farbe wurden entfernt, abgehängte Decken ebenso, Wände wurden eingerissen oder neu aufgebaut. Es gleicht einem Rohbau älteren Datums – 1954 wurde es als kirchliches Jugendheim eröffnet. Jetzt erhält es einen Komplett-Relaunch.

Alle Schadstoffe mussten raus

Bei einem Gang zwischen bloßen Mauern erläutert die Architektin, dass zu den erwarteten Schadstoffen noch weitere entdeckt und entfernt wurden. So waren Wände in den Kellerfluren zur Hälfte gestrichen – die ölhaltige Farbe wurde entfernt. Auch dicke Tapeten enthielten Schadstoffe, die Fußböden – das war erwartet worden – ebenfalls. Jetzt ist das Haus nach den Maßstäben von 2018 schadstofffrei.

Nackte Wände im Eingangsbereich.

Im Keller wurde eine Wand abgebrochen, so ist ein großer Raum direkt unter dem Saal des Hauses entstanden, der auf vielfältige Weise genutzt werden kann – als Gemeinschaftsraum oder Werkstatt zum Beispiel. Und er ist auch für Menschen mit Gehbehinderung erreichbar, sagt Lünser, denn von außen führen eine Treppe und ein Aufzug direkt in den Kellerraum.

Eine Treppe für die zweite Fluchtmöglichkeit

Eine Treppe wird auf der anderen Seite des Hauses in den ersten Stock führen und so eine zweite Fluchtmöglichkeit schaffen. Davon ist noch nicht viel zu sehen, es sei denn, man schaut innen im ersten Stock nach: Um einen Flur zur Fluchttreppe zu schaffen, werden zwei Wände gebaut, und eine davon steht schon. Die erste Etage wird allerdings keinen Publikumsverkehr erleben, nur Verwaltung, denn die Räume für die Heessener sind im Keller und im Erdgeschoss.

Der große Saal wird kompletterneuert.

Der Zuschnitt des Erdgeschosses bleibt grundsätzlich gleich, zwei Räume, ein Saal, eine Küche – hier wird viel umgebaut, aber das Haus ist noch wiederzuerkennen. Ähnlich sieht es – abgesehen von dem großen Raum unter dem Saal – im Keller aus. Brandneu ist allerdings der Anbau, der im Rohbau fertig ist. Architektin Lünser: „Im Anbau werden ein Tanzraum und ein Tonstudio eingerichtet.“ Die Installationen für Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen werden in den kommenden Wochen eingebaut.

Auch das Dach wird erneuert

Das Gebäude am Bockeweg bekommt auch noch neue Dachpfannen auf ein Satteldach, sobald die Witterung es zulässt, der Anbau hebt sich optisch mit einem Flachdach vom Hauptgebäude ab. Sobald die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen sind, werden neue Fenster eingesetzt und die Fassade energetisch gedämmt.

Die Gebäudeteile sehen sich sehr wenig ähnlich, aber es gibt ein gestalterisches Element, das die beiden Stile vereint: Schwarze beziehungsweise anthrazitfarbene Fassadenelemente, die sich in dem großen Fenster auf der Vorderseite sowie im Anbau wiederfinden. Sie heben sich deutlich von dem grauen Besenstrichputz ab.

In voller Schönheit zeigt sich der Umbau erst nach Abschluss der Arbeiten. Der Plan ist: Ende des Jahres soll alles fertig sein. Und die Arbeiten sind ja im Plan.

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