Ach du dickes Ei: Osterfeuer wird viel zu früh ein Raub der Flammen

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Vielzu früh abgebrannt ist das Osterfeuer auf dem Hammer Flugplatz. Die Feuerwehr sorgte für drei Tonnen Ersatz-Holz.

Hamm - Irritierte Blicke am Samstagabend auf dem Hammer Flugplatz. Eine riesige Fläche, auf der ganz offensichtlich bereits ein Feuer abgebrannt war, noch qualmende Glut und Asche, wo eigentlich ein großer Holzhaufen darauf warten sollte, nach Sonnenuntergang feierlich in Brand gesetzt zu werden.

Stattdessen ein verhältnismäßig kleines Häuflein Holz und viele Besucher, die sich fragten, ob „das etwa alles sein sollte“. Michael Zwilling vom Luftsportclub sorgte mehrfach für Aufklärung: Wie es sich gehört, hatte man am Nachmittag sichergehen wollen, dass sich keine Kleintiere im Holzstapel verkrochen haben und wollte eventuelle „Untermieter“ mit einem Böller verscheuchen. Dabei passierte es: Innerhalb weniger Sekunden stand der schöne große Haufen in Flammen.

„Das Material war sehr trocken, weil es in der letzten Zeit nicht geregnet hat, der Wind tat sein Übriges – und schwupps – war auch für die Feuerwehr nichts mehr zu retten.“ Doch sowohl die Veranstalter als auch die Besucher nahmen es letztlich mit Humor. „Das ist eine der Anekdoten, die wir irgendwann, wenn wir alt und tatterig sind, mit Vergnügen erzählen werden“ lachte Zwilling. Vielmehr bewundere er die Feuerwehrleute, die innerhalb kürzester Zeit noch einmal drei Tonnen Holz herbeischafften, damit die Besucher des geselligen Abends bei Bier und Bratwurst nicht auf eine der Attraktionen verzichten mussten.

Doppeltes Osterfeuer auf dem Flugplatz in den Lippewiesen

Dem immer mehr auffrischenden Wind war es ebenso geschuldet, dass aus dem geplanten Ballonglühen „nur“ eine aus den Brennern der fünf Ballonen bestehende große Lichtorgel mit Musik wurde. Der Stimmung unter den vier- bis fünfhundert Gästen tat das keinen Abbruch. 

„Letztlich hätte das „große“ Osterfeuer nach kürzester Zeit auch nicht anders ausgesehen“, war man sich einig und genoss die Kunststücke, die Sven Schleimer vom MFC Immelmann mit seinem ferngesteuerten und bunt beleuchteten Hubschrauber vollführte. Vorwärts, rückwärts, auf dem Kopf, kreiselnd oder auch alles gleichzeitig – kein Problem dank des Piloten an der Fernsteuerung. Geduldig beantwortete Schleimer die Fragen der Zuschauer, bevor er das Gerät erneut in den Nachthimmel steigen ließ. 

Gegen Ende ging der beinahe noch volle Mond auf – riesengroß und blutrot. „Ein schöner Schlusspunkt für eine letztlich doch gelungene Veranstaltung“ äußerte sich Michael Zwilling zufrieden.

Osterfeuer in Hamm 2019

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