Unser Ticker zum Nachlesen

Britische 500-Kilo-Bombe in Heessen am Dienstagabend  entschärft

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Vorsichtig wird die Bombe freigelegt.

Hamm - Am späten Dienstagabend wurde in Heessen ein Blindgänger entschärft. Rund 2500 Anwohner mussten vor der Entschärfung ihre Häuser verlassen. Gegen 21 Uhr meldeten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes dann eine erfolgreiche Entschärfung. In unserem Ticker können Sie alles nachlesen.

21.24 Uhr: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Bei den Arbeiten habe es keine Probleme gegeben. Da nun alle in ihre Häuser und Wohnungen zurück möchten, gibt es rund um den Sperrbezirk aktuell ein größeres Verkehrschaos. Daher der Rat: Wer noch bei Freunden ist, bleibt dort vielleicht noch ein paar Minuten bis die Straßen wieder frei sind. 

20.19 Uhr: Die letzten Einsatzkräfte ziehen sich aus dem vierten Bereich zurück. Das heißt, dass die Entschärfung in wenigen Minuten beginnen kann. 

20.09 Uhr: Mittlerweile ist der dritte Bereich auch geräumt. Die Einsatzleitung teilt mit, dass deutlich mehr Wagen für Krankentransporte im Einsatz seien als sonst. Dennoch hätte man die hohe Anzahl an Transporten einfach unterschätzt. 

19.56 Uhr: Es sind jetzt erst zwei der vier Räumungsbezirke leer. Die Entschärfung der Bombe wird sich deutlich verzögern. Nach wie vor werden Menschen zur Sachsenhalle gebracht. Im Einsatz sind sechs Krankentransportfahrzeuge und zahlreiche Fahrzeuge vom Behindertenfahrdienst. 

19.30 Uhr: Als die Mitteilung kam, dass das Gebiet evakuiert werden muss, waren im Jugendzentrum Bockelweg zahlreiche junge Besucher. Diese wurden alle durch Betreuer und Einsatzkräfte nach Hause gefahren. 

19.21 Uhr: Laut Feuerwehr läuft die Evakuierung gut und der Zeitplan würde eingehalten. In der Sachsenhalle sind mittlerweile 128 Menschen, die gerade mit Brötchen und Würstchen versorgt wurden. Minütlich kommen dort "Krankentransporte" an, werden also nicht mobile Menschen zur Halle gebracht. 

19 Uhr: Die Barbara-Klinik stellt für den Abend zehn bis 15 Plätze für eine medizinische Versorgung bereit. Es sind wohl bereits vorab viele Anwohner zu Freunden gefahren. Vielen denen geholfen werden muss, sind auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen.

18.55 Uhr: Der Bürgersaal in Heessen füllt sich langsam mit Anwohnern. Vor allem ältere Menschen finden den Weg hier hin. 694 Häuser müssen durch die Einsatzkräfte evakuiert werden, bevor die Entschärfung los gehen kann. 

18.33 Uhr: Jetzt liegen auch konkrete Zahlen seitens der Polizei vor: Zwei Motorrad-Polizisten sowie fünf Streifenwagen-Besatzungen sind im Einsatz.

18.22 Uhr: Der Kommunale Ordnungsdienst ist mit zehn Personen in Heessen im Einsatz. Hinzu kommen die Kräfte der Polizei Hamm. Zusammen sind sie alle dafür zuständig, die notwendigen Straßensperrungen aufzubauen und zu überwachen.

18.16 Uhr: Aus der Erfahrung der zahlreichen vorherigen Evakuierungen nach Bombenfunden im Stadtgebiet geht Hamms Brandamtsrat Jochen Beckmann davon aus, dass auch diesmal die Bürgerinnen und Bürger größtenteils konfliktfrei und mit guten Argumenten davon zu überzeugen sind, sich zeitnah in Sicherheit zu begeben. Etwa 20 Prozent der gemeldeten Personen werden tatsächlich in ihren Häusern und Wohnungen angetroffen. Andere sind arbeiten, bei Familie oder Freunden oder unternehmen andere Dinge.

18.06 Uhr: Inzwischen treffen bereits die ersten Menschen in der Sachsenhalle ein, um die Zeit zwischen Evakuierung und Entschärfung zu überbrücken. Zuständig für das Unschädlichmachen des britischen Blindgängers ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg.

17.55 Uhr: Das Evakuierungsgebiet in Hamm-Heessen ist in vier Räumbezirke aufgeteilt worden. 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sollen von Haus zu Haus gehen - immer in Zweier-Teams. Die Menschen, die angetroffen werden, müssen unmittelbar ihre vier Wände verlassen. 60 ist die Soll-Zahl für den Einsatz, möglicherweise sind sogar mehr Kameradinnen und Kameraden dabei. 

17.46 Uhr:
Vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr am Piebrockskamp ist die Einsatzzentrale eingerichtet worden. 

17.42 Uhr:
Um 15 Uhr wurde das DRK über den anstehenden Einsatz informiert. Fortan ging es vor allem darum, Einkäufe zu erledigen. Erwartet werden zwischen 250 und 500 Personen, die während der Evakuierungsphase kommen, um eine heiße Wurst samt Brötchen, Kaffee oder kalte alkoholfreie Getränke zu sich zu nehmen.

17.40 Uhr: In der Sachsenhalle sind knapp 20 Helferinnen und Helfer des DRK dabei, Tische und Stühle aufzubauen und zwei kleine Räume für Menschen herzurichten, die sich hinlegen möchten oder aus gesundheitlichen Gründen müssen. 

17.38 Uhr: Die Einsatzbesprechung aller Beteiligten von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt ist vorbei. Die Kräfte rücken jetzt aus, die Evakuierung läuft an.

16.45 Uhr: Es gibt insgesamt 1300 „Verdachtspunkte“ in ganz Hamm, wo Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten. Diese arbeitet man über die Auswertung alter Luftbilder ab. In der Grottkauer Straße wurde heute Morgen mit Hilfe einer Sondierungsbohrung nachgeforscht - und diese ergab den Treffer. Da der Kampfmittelräumdienst angewiesen ist, Bomben möglichst schnell zu entschärfen, wurde der Termin heute Nachmittag angesetzt.

In diesem Bereich werden alle Gebäude evakuiert.

16.43 Uhr: Zu evakuieren sind - wie bereits erwähnt - rund 2500 Menschen, davon sind etwa 500 älter als 60 Jahre. Die Evakuierung beginnt um 17.30 Uhr, gegen 20 Uhr sollte die Bombe entschärft sein. Evakuierte werden in der Sachsenhalle durch das DRK betreut, die Einsatzzentrale ist im Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Heessen nahe der Sachsenhalle. Einsatzleiter ist Jens Röer. 

16.35 Uhr:
 Wie die Stadtwerke Hamm mitteilen, können wegen des Bombenfunds die Busse der Linien 11 und 12 ab ca. 17.30 Uhr die Bereiche Am Hämmschen, Rottkamp, Sulkshege und Hallenbad Heessen nicht anfahren. Die Bereiche außerhalb des Sperrgebietes werden mit Einsatzwagen bedient.

Blick ins Archiv: Weitere Bombenentschärfungen in Hamm

16.26 Uhr: Betroffen von der Evakuierung sind diese Straßen: Am Hämmschen, Am Kappenbusch, Am Sadelhof, Am Teigelkamp, Am Ziegelofen, An der Marienkirche, Barbarastraße, Bockelweg, Brokbrede, Dasbecker Weg, Grottkauer Straße, Heimstättenweg, Hirgensort, Hohe Brede, Hohekamp, Idastraße, Küstriner Straße, Losekenweg, Marienburger Straße, Storksbrede, Sulkshege, Vogelsang, Volkenhoffs Weg, Weißsteiner Straße, Wilbrede und Zobtenstraße.

Alle konkreten Hausnummern für die Evakuierung

16.20 Uhr: Erste Schätzungen unserer Redaktion gingen von rund 2600 Menschen aus, die von der Evakuierung betroffen sein dürften. Inzwischen teilte die Stadt Hamm, dass laut Meldedaten 2500 Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen.

15.45 Uhr: Die Vermutung auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hat sich bestätigt: Im Bereich der Grottkauer Straße in Hamm-Heessen wurde bei der Untersuchung an einem konkreten Verdachtspunkt eine britische 500-Kilo-Bombe gefunden, die noch am Dienstagabend entschärft wird. Das könnte gegen 19.30 oder 20 Uhr passieren - je nachdem, wie zügig der Bereich evakuiert werden kann.

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