Investor und Architektin stellen Pläne vor

Ein bisschen wie Ikea: Mömax baut im Hammer Norden ganz neu

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So wird sie aussehen, die Niederlassung des Möbelhändlers Mömax auf dem Gelände des früheren Praktiker-Marktes.

Hamm-Norden – Jetzt ist es fast schon amtlich: Die Möbelhandelskette „XXXLutz Gruppe“ reißt den alten, seit sechs Jahren leer stehenden Praktiker-Baumarkt ab und errichtet an dieser Stelle ein Möbelhaus aus der Handelslinie „Mömax“.

Das gab Geschäftsführer Patrik Kiesow im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Mensa der Karlschule bekannt. Wann das neue Möbelhaus eröffnet, könne er aber erst sagen, wenn die Baugenehmigung vorliege.

Die Mömax-Niederlassung wird 7000 Quadratmeter groß sein, über zwei Etagen gehen und dabei auch 500 Quadratmeter Verkaufsfläche mit zentrenrelevantem Sortiment wie Keramik, Bettwäsche und Gardinen umfassen, erklärte Hochbautechnikerin Charlotte Waag. Dazu werde der alte Praktiker-Markt abgerissen und komplett neu gebaut. Es werde ein Restaurant und eine Abholzone geben, das Dach werde begrünt.

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Eine eher kleine Verkaufsstätte

Mit dieser Größe sei die kommende Niederlassung eine für die Gruppe eher kleine Verkaufsstätte, ergänzte Patrik Kiesow, die Niederlassungen der Möbelriesen umfassten bis zu 22.000 Quadratmeter. Vom Angebot her orientiert sich Mömax am Mitbewerber Ikea, auch wenn rund 50 Prozent der verkauften Produkte von Mitarbeitern des Hauses geliefert und aufgebaut werden.

Arbeit für rund 50 Menschen

Die Hammer Filiale sei Teil einer groß angelegten Wachstumsstrategie, erläuterte Kiesow weiter. Innerhalb der kommenden fünf Jahre will die XXXLutz Gruppe 25 bis 30 neue Standorte in Nordrhein-Westfalen erschließen – derzeit seien es sechs bis sieben, und alle seien unterschiedlich groß. Die Gruppe ist in elf Ländern aktiv, betreibt auch die Marken Poco oder Möbelix und beschäftigt über 22.000 Mitarbeiter.

In Hamm werde es Arbeit für rund 50 Menschen geben, für den „Großteil“ von ihnen in Vollzeit, sagte Kiesow. „Wir sind nicht tariforientiert“, so der Geschäftsführer weiter, „aber wir bezahlen ordentlich – wer Leistung bringt, verdient mehr als der Tarif.“ Er deutete an, dass das auch über Provisionen laufe.

So viel neuer Verkehr wird erwartet:

Marc Conrad vom Stadtplanungsamt zitierte aus dem Verkehrsgutachten, nach dem der Kreisverkehr, der Münsterstraße, Warendorfer Straße und Sachsenring miteinander verbindet, die Zahl der Fahrzeuge gut verkraften könne – wenn er auch auf Nachfrage einräumte, dass es zu Rushhour-Zeiten auch schon mal zu Behinderungen kommen könne.

Kiesow wiederum erläuterte das Konzept, das die Verkehre lenken soll. Zufahrten solle es von der Münsterstraße und der Warendorfer Straße aus geben. Wer die Ausfahrt zur Münsterstraße wähle, könne dann nur rechts Richtung Innenstadt abbiegen. Wer die neu zu schaffende Ausfahrt Warendorfer Straße wähle, biege nach rechts ab und könne im Kreisverkehr jede Richtung einschlagen.

Lkw wiederum würden zur Ausfahrt Warendorfer Straße gelenkt, so Kiesow. Zugang zum Grundstück erhielten sie ausschließlich über die Münsterstraße, würden dann um das Gebäude herumgelenkt, um zu entladen, und dann verließen sie das Grundstück über die Warendorfer Straße. Um das umzusetzen, habe sein Unternehmen ein angrenzendes Grundstück der Weinhandlung Wöhrle gekauft. Man erwarte täglich zehn bis zwölf Lkw und Lkw-Züge von bis zu 18 Metern Länge.

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