Warten auf die Kampfmittelfreigabe

Arbeiten an der Fuß- und Radbrücke an der Fährstraße ruhen derzeit

Warten auf Freigabe: Die Arbeiten an der neuen Brücke für Radfahrer und Fußgänger ruhen derzeit,
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Warten auf Freigabe: Die Arbeiten an der neuen Brücke für Radfahrer und Fußgänger ruhen derzeit.

Seit mehreren Wochen ruht die Baustelle an der Fährstraße, wo eine neue Brücke für die Fußgänger und Radfahrer gebaut werden soll. Die Pause hat einen Grund: Die Stadt wartet auf die Kampfmittelfreigabe der Bezirksregierung in Arnsberg. Und schon vorher hatte es Verzögerungen gegeben.

Heessen – Nach dem Abbruch der Brücke und der vorhandenen Spundwandgründung mussten mit hohem Zeitaufwand die beidseitig der Brücke liegenden Versorgungsleitungen gesucht werden, sagte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage. „Da die neue Brücke breiter wird, musste die genaue Lage zwischen den gedükerten Versorgungsleitungen festgelegt werden“, so der Sprecher weiter. Danach erst seien die geforderten Erkundungsbohrungen für die Kampfmittelsondierung eingebracht und die Sondierung Ende Oktober ausgeführt worden.

Kampfmittelfreigabe fehlt noch

„Die Sondierungen konnten erst nach Ausbau der Spundwände durchgeführt werden, da die Messergebnisse sonst verfälscht worden wären“, erklärt der Sprecher. Seitdem warte die Stadt auf die Kampfmittelfreigabe durch die Bezirksregierung Arnsberg, Bearbeitungszeiten von drei bis vier Wochen seien durchaus üblich. Der Sprecher weiter: „Erst mit Vorliegen dieser Freigabe dürfen die neuen Spundwände eingebaut werden.“ Und das die Voraussetzung für alle folgenden Arbeiten.

Im März dieses Jahres schätzte die Stadt die Holzbrücke für Radfahrer und Fußgänger an der Fährstraße „als stark geschädigt“ ein. Die Längsträger seien „ausgeprägt gerissen“, die Geländer stünden aus dem Lot, seien verbogen und überdies ebenfalls gerissen. Der Bohlenbelag sei durchgehend verwittert und weise ebenfalls Risse auf. Kurz: Die Brücke war nicht mehr zu retten.

Neue Brücke ist nicht aus Holz

Jetzt wird eine neue Brücke gebaut. Die Stadt plant, sie an den Wegverlauf anzupassen und zu verbreitern – entsprechend der gültigen Vorschriften auf vier Meter. Die neue Brücke wird nicht aus Holz sein. Auf Widerlager aus Stahlspundwänden wird ein Überbau aus Stahlträgern errichtet – und darauf kommt ein Belag: GFK-Bohlen. Die Abkürzung steht für „Glasfaserverstärkten Kunststoff“ und hat nichts mit Bäumen zu tun. Spannweite der Brücke: 9,70 Meter. Kosten: rund 165 000 Euro.

Die Arbeiten an dem Bauwerk laufen seit Mitte September, es gibt eine Umleitung über die Schlossstraße und den Fährweg. Zugleich gibt es einen schmalen Weg direkt an der Baustelle, auf dem Fußgänger und Radler Rücksicht aufeinander nehmen müssen.

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