Aldi-Neubau in Heessen: Neuer Laden mit neuem Konzept

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So könnte die neue Filiale von Aldi-Nord an der Kleinen Amtsstraße aussehen – das Bild zeigt den Aldi-Markt in Fahrdorf.

Heessen - Die Bagger sind angerollt und reißen den früheren Schnäppchenmarkt und ein angrenzendes Wohnhaus ab. Das ist der Auftakt für einen Seitenwechsel: Der Aldi-Markt zieht von einer Seite auf die andere und will größer und schöner werden. Das könnte schon am Ende des Jahres so weit sein.

Das jedenfalls ist nach Angaben eines Sprechers von Aldi-Nord der Plan. Der sehe vor, dass die Abrissphase bis Mitte Juni dauere, dann sind Schnäppchenmarkt und das südlich gelegene Wohngebäude dem Erdboden gleichgemacht. „Danach wollen wir dann zügig mit dem Neubau beginnen“, sagt der Sprecher.

Und das ist das Vorhaben: Auf der Fläche entsteht ein neuer Aldi-Markt mit einer Größe von 1.350 Quadratmetern Gesamt- und darin enthalten 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche – der bisherige Markt gegenüber kommt auf lediglich 950 Quadratmeter. Zugleich würde ein Parkplatz auf dem Gelände entstehen. Ziel des Neubaus sei es, so der Sprecher, den Aldi-Markt kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu verfolge das Unternehmen seit einiger Zeit ein neues Filialkonzept.

So seien unter anderem breitere Gänge, ein modernes Ladendesign, mehr Frischwaren, höhere Verkaufsräume, bodentiefe Fenster sowie breitere Parkplätze vorgesehen. Besonders auffällig sei die verbesserte Navigation und Information des Kunden, schrieb das Handelsblatt vor einem Jahr, riesige Schriftzüge an den Wänden zeigten, wo Fleisch, Tiefkühlkost oder Tiernahrung zu finden seien. Das Urteil der Wirtschaftszeitung: „Die neue Testfiliale wirkt wie ein Edel-Supermarkt.“

Fertig am Jahresende

Für den neuen Markt in Heessen kündigte der Aldi-Sprecher auch neue Konzepte für Beleuchtung, Beschickung und Energie an: „Auf dem neuen Objekt werden wir eine Fotovoltaikanlage montieren.“ Das alles soll nach den Planungen am Ende des Jahres fertig sein. „Bis zur Fertigstellung des neuen Marktes bleibt die alte Filiale gegenüber geöffnet“, sagt der Sprecher. Anschließend gingen alle Mitarbeiter mit auf die andere Straßenseite in den neuen Markt.

Ob sich die Zahl der Arbeitsplätze verändert und wie viel Geld der Discounter investiert, will der Sprecher nicht verraten. Was jetzt schnell gehen könnte, hat einen langen Vorlauf. Anfang März 2016 hatte Stadtplaner Olaf Dersen in der Bezirksvertretung das Vorhaben des Discounters verkündet. Was folgte waren verschiedene Planungsprozesse. Im Mai 2017 stimmte der Rat dem Vorhaben zu, den Bebauungsplan zu ändern – und er hatte sich zuvor mit Einwänden der Bürger beschäftigt.

Unmittelbar vorher hatte auch die Heessener Bezirksvertretung das Vorhaben gebilligt. In dem Verfahren war es auch darum gegangen, wie das neue Gebäude des Discounters verkehrstechnisch angebunden wird. In einer Variante hätte die Zufahrt zum Aldi-Parkplatz in Höhe des Wohngebäudes Ennigerweg gelegen, in einer zweiten Variante läge sie genau gegenüber der Einmündung des Ennigerweges – was eine recht übersichtliche und damit sichere Kreuzungssituation schaffe. Der Discounter hat sich nach Angaben des Sprechers für diese Variante entschieden.

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