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100 Jahre SVE Heessen: So will der Verein mit allen feiern

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Von: Boris Baur

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Bunt, detailreich, kompakt: Das Geburtstagswimmelbild von Diana Köhne (rechts) soll für den Vorstand um Konstantin Rühl, Ingo Müller, Dirk Grünendahl und Markus Röser (von links) die Vielfältigkeit des SVE repräsentieren.
Bunt, detailreich, kompakt: Das Geburtstagswimmelbild von Diana Köhne (rechts) soll für den Vorstand um Konstantin Rühl, Ingo Müller, Dirk Grünendahl und Markus Röser (von links) die Vielfältigkeit des SVE repräsentieren. © Reiner Mroß

Für den SVE Heessen wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Das soll ein ganzes Wochenende lang gefeiert werden. Jetzt gab es den Startschuss für das Jubiläumsjahr.

Heessen – Fußball in Heessen geht auf das Jahr 1922 zurück, da wurde der VfR Heessen gegründet, mit dem der SVE als Nachfolgeverein in einer Linie steht. Mit einem Wimmelbild, das der Vorstand gemeinsam mit Illustratorin Diana Köhne in der Stadion-Lounge im Marienstadion aufhängte sollen von nun an alle die Gäste an den 100. Geburtstag erinnern werden. Gefeiert wird vom 8. bis 10. Juli – wie es sich für einen Sportverein gehört, mit Wettbewerben im Stadion, aber auch mit einer großen öffentlichen Party an der Waldbühne.

„Wir wollten etwas Besonderes machen“, sagt Jugendleiter Ingo Müller zu dem Wimmelbild, das Köhne erstellt und in den Vereinsfarben Blau-Rot gehalten hat. Patrick Schade, ebenfalls aus dem Organisationsteam der Feierlichkeiten, hatte die Idee, die Illustratorin, von der ein riesiges Kunstwerk im DFB-Fußballmuseum in Dortmund hängt, einzubinden.

„Wir haben uns gemeinsam überlegt, was repräsentiert den Verein“, sagt Köhne. Und so tauchen neben dem SVE-Wappen, Pokalen, dem Maskottchen sowie dem Gebäude mit dem Vereinsheim und der Sport-Kita „Kusselkopp“, viele Menschen auf, die den DJK Spielverein 22/26 Eintracht Heessen“, so der komplette Name seit dem Zusammenschluss von SCE und SV 26, ausmachen.

Auf dem Wimmelbild finden sich dort aktuelle Spieler, alte Legenden, verdiente Menschen und ausgelassene Fans wieder. „Wir haben versucht, dass der ganze Verein abgebildet wird“, sagt Müller. Aus den Einzelteilen solle im Gesamtblick ein fröhlich bunter, wuseliger Eindruck entstehen, erklärt Köhne. Und trotzdem sei alles kompakt vereint.

Dreitägige Geburtstagsfeier

Das Kunstwerk soll es bald in einer limitierten Auflage als Poster zu erwerben geben. Außerdem sollen Elemente davon in der nächsten Saison auf dem dann ebenfalls erhältlichen Trikot der Bezirksmannschaft auftauchen.

Für seinen Geburtstag hat der SVE aber noch viel mehr vor. Dabei spielt sich das meiste am Wochenende vom 8. bis 10. Juli ab. Am Freitag sind alle Vereinsmitglieder, die Kita-Kinder und deren Eltern ins Marienstadion eingeladen, um in spielerischen Wettbewerben miteinander Zeit zu verbringen. „Das ist unser Vereinstag“, sagt Präsident Markus Röser.

Der Samstag soll dann etwas „für den Stadtteil und die ganze Stadt“ sein, wie der 2. Vorsitzende Dirk Grünendahl betont. Dazu wird der SVE an der Waldbühne eine große Party feiern. Zwei musikalische Stargäste sind eingeplant, die Verträge laut Grünendahl kurz vor der Unterschrift. Darüber hinaus soll ein DJ für Stimmung „bis in die Nacht“ (Grünendahl) sorgen. Am Sonntag treten die Alten Herren des SVE gegen eine Traditionsmannschaft an. Für alle drei Veranstaltungen laufen die Planungen.

Der SVE Heessen und seine viele Vorgänger

Seine Wurzeln hat der SVE Heessen am Hexenteich, dort errichtete der Verein für Rasensport (VfR) seinen ersten Sportplatz. Nach schweren Anfangsjahren erfolgte bald der Umzug zum Dasbecker Weg. Ebenfalls 1922 wurde der Arbeiter Turn- und Sportverein gegründet, der 1933 von der NSDAP verboten wurde und nach dem Krieg als TuS 45 Heessen wieder auflebte.

Auch der katholische DJK Spielverein Heessen von 1926 wurde zwischenzeitlich von den Nazis aufgelöst. 1960 wurde das Marienstadion eröffnet, VfR und TuS fusionierten 1970 zum SC Eintracht Heessen (ab 1985 SCE Hamm), der dank der Unterstützung der Hammer Bank in den 80er Jahren als Oberligist an die 2. Bundesliga anklopfte. Skandal und Pleite des Geldinstituts führten zu einem raschen Niedergang und der Abspaltung der Tennis-, Handball- und Leichtathletikabteilung. 2006 verschmolzen SCE und SV 26 zum heutigen SVE.

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