Beschränkte Besucherzahlen

Hautnah, aber Corona-konform: So funktioniert die Tattoo-Messe in Hamm

Handschuhe, Desinfektionsmittel und mehr: Beim Tätowieren gelten auch ohne Corona hohe Hygienestandards.
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Handschuhe, Desinfektionsmittel und mehr: Beim Tätowieren gelten auch ohne Corona hohe Hygienestandards.

In Hamm soll am kommenden Wochenende eine Tattoo-Messe stattfinden. Dass das in diesen (Corona-) Zeiten besonders skeptisch beobachtet wird, dürfte klar sein. Doch der Veranstalter sieht sich auf der sprichwörtlich sicheren Seite.

Hamm – Eine Erfahrung, die unter die Haut geht, ist der Besuch einer Tattoo-Messe. Die Convention „The Ink 2“, deren erste Auflage 2019 in Hamm über die Bühne gegangen ist, soll am kommenden Wochenende, 17. und 18. Oktober, eine Neuauflage in der Von-Thünen-Halle erfahren. Organisiert wird die Veranstaltung von Natascha und Tomy Koeck, die in Münster das Tattoo-Studio „Starfire Tattoo Lounge“ betreiben. Durch die Veranstaltung führen wird der Mannheimer Journalist und Autor Dirk-Boris Rödel, der viele Jahre als Chefredakteur der Zeitschriften „Tätowier Magazin“ und „Tattoo Style“ Pionierarbeit geleistet hat.

Dass ein solches Angebot auch in Zeiten von Corona funktionieren kann, haben die Organisatoren bereits Anfang Oktober mit einer Tattoo-Convention in Wilhelmshaven bewiesen. Wesentlicher Bestandteil einer Tattoo-Convention ist das Live-Tätowieren. „Wenn wir darauf verzichten würden, wäre das in etwa so, als würde man viele Leute ins Kino locken und ihnen dann sagen, dass sie den Film leider nicht sehen können“, erklärt Rödel.

Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019

Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019
Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019
Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019
Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019
Tattoo-Convention in der Von-Thünen-Halle Hamm 2019

Nachdem in Hamm kurzfristig der Open-Air-Bauernmarkt im Maxipark abgesetzt werden musste, mag sich mancher wundern, dass nur wenige Tage später ein Out- und Indoor-Event möglich scheint, bei dem Besucher und Aussteller auf Tuchfühlung gehen. Für Tätowiererin Natascha Koeck ist das kein Widerspruch. Die Hygiene-Standards seien in der Branche ohnehin sehr hoch; mancher Kollege habe auch schon vor Corona mit Mundschutz gearbeitet. Und Handschuhe, Schutzkleidung, sterile Arbeitsutensilien und Desinfektionsmittel gehören zur Grundausstattung. Das gilt auch für die Piercer, die ebenfalls auf der Messe vertreten sein werden.

Die Tätowier-Stuben in NRW hatten ihren Betrieb im Mai wieder aufnehmen dürfen.

Tattoo-Messe in Hamm: Grünes Licht der Stadt - aber...

Bislang habe die Stadt Hamm für „The Ink“ grünes Licht gegeben, aber man sei stets darauf vorbereitet, dass sich die Umstände ändern. Auf Nachfrage bestätigte die Stadtverwaltung, dass es ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept gibt und lediglich 125 Besucher zugelassen werden. Das sind deutlich weniger als sich gewöhnlich auf der Veranstaltung tummeln. Bedeutet auch: Wer sich vor Ort verschönern lassen möchte, muss diesmal womöglich auf Freund oder Freundin, die während der Behandlung Händchen halten, verzichten.

„The Ink 2“ werde weniger international ausfallen als die erste Hammer Veranstaltung dieser Art, bedauert Rödel. Kamen sonst Tattoo-Künstler aus Asien, Großbritannien oder Amerika zu den Conventions, schrecken derzeit die verschärften Ein- und Ausreisebedingungen ab. Im Angebot haben die Aussteller neben zahlreichen Informationen rund um die unterschiedlichen Tattoo-Stile, Motiv-Auswahl und Tattoo-Pflege auch Schmuck und ein buntes Showprogramm, das auch einen Tattoo-Wettbewerb beinhaltet.

Tickets und weitere Informationen..

... gibt es online unter www.tattooeventbooking.com. Geöffnet hat die Messe am Samstag von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag von 12 bis 19 Uhr. Das Tagesticket kostet 12, das Weekend-Ticket 22 (18) Euro. Kinder unter zwölf Jahren und Rollstuhlfahrer zahlen keinen Eintritt. Tattoos stechen lassen kann sich nur, wer volljährig ist.

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