Bodenrichtwerte aktualisiert

Kaufen wird teurer: Grundstückspreise ziehen in Hamm weiter an

Wohnsiedlung und Neubaugebiet Auf dem Beisenkamp, Mitte, Hamm, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Auf hohem Niveau konstant geblieben sind die Preise im Baugebiet „Am Beisenkamp“. 300 Euro müssen hier, wie schon im letzten Jahr, pro Quadratmeter bezahlt werden.

Schwere Zeiten für all diejenigen, die in Hamm auf der Suche nach Bauland sind: Auch im vergangenen Jahr hat sich der Grundstückspreis in Hamm verteuert.

Hamm – Das geht aus Daten hervor, die der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte in NRW auf der Internetseite www.boris.nrw veröffentlicht hat. Danach sind die Preise für Grundstücke in Hamm hoch wie nie. Im Schnitt müssen zum ohnehin schon hohen Preis von vor einem Jahr rund 10 Euro pro Quadratmeter hinzugerechnet werden.

Die Preise im Hammer Stadtgebiet liegen zwischen 90 und 335 Euro pro Quadratmeter. Die Grundstückspreise sind nicht nur für künftige Häuslebauer interessant, sondern auch Richtwerte für gebrauchte Immobilien.

Preisanstieg für Bauland seit 2017 in Hamm

Seit dem Jahr 2011 werden auf dem Internetportal boris.nrw die Bodenrichtwerte veröffentlicht. Zwischen 2011 und 2016 blieben die Preise in Hamm vergleichsweise konstant. Bauinteressenten mussten zwischen 85 und 230 Euro für den Quadratmeter Bauland bezahlen. Im Jahr 2017 gingen die Preise in allen Bereichen nach oben – im Hammer Westen moderat von 100 auf 110 Euro, im Hammer Osten von 230 auf 250 Euro und im weiteren Verlauf von 250 und 290 Euro und von 115 auf 140 Euro in diesem Jahr.

Den höchsten Wert liefert nach wie vor der Hammer Osten und der Bereich in der Innenstadt. Im Rietzgartenviertel kostet der Quadratmeter inzwischen schon 310 Euro, vor einem Jahr mussten noch 295 Euro gezahlt werden. Die Preise im Paracelsuskarree sind dagegen gesunken. Statt 335 Euro vor einem Jahr bewertet der Gutachterausschuss den Bereich mit 325 Euro pro Quadratmeter. Auf hohem Niveau konstant geblieben sind die Preise im Baugebiet „Am Beisenkamp“. 300 Euro müssen hier, wie schon im letzten Jahr, pro Quadratmeter bezahlt werden.

Teurer Boden: Die Grafik zeigt die Preisentwicklung der Grundstücke in Hamm.

Auch in den Bezirken wird Wohnen teurer

Wer günstiger an Bauland kommen möchte, der muss auf die Stadtbezirke ausweichen. Aber auch dort ist der Unterschied groß, die Preise sind gestiegen. Im Gebiet Schulze-Everding in Bockum-Hövel liegt der Quadratmeterpreis laut Gutachterausschuss inzwischen bei 230 Euro – vor einem Jahr wies der Wert noch 215 Euro aus.

Im Hammer Norden im Neubaugebiet Am Heimshof das von der Heinrich-Wältermann-Straße erschlossen wird, sind die Preise auch gestiegen. Vor einem Jahr wechselte der Quadratmeter für 235 Euro den Besitzer, nun müssen 250 Euro bezahlt werden. Weiter südlich im Bereich der Straße „Op´n Spitol“ liegt der Grundstückswert bei 90 Euro pro Quadratmeter. Wer Land im Bereich Sanddornweg im Stadtbezirk Uentrop Bauland haben will, muss durchschnittlich 245 Euro für den Quadratmeter zahlen. Vor einem Jahr waren es 230 Euro.

Auch im Stadtbezirk Rhynern sind die Preise deutlich gestiegen. Grundstücke im Bereich der Marie-Curie-Straße werden mit einem Quadratmeterpreis von 300 Euro gehandelt. In Jahr 2020 hatte der Gutachterausschuss noch 280 Euro pro Quadratmeter ermittelt.

Hamm im Vergleich immer noch günstig

Im Vergleich zu den Nachbarstädten ist Hamm noch günstig. So müssen in Münsters besten Lagen inzwischen weit über 1500 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. In Dortmund liegen die Preise rund um den Phönixsee bei 610 Euro pro Quadratmeter.

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für Grundstücke in einer bestimmten Richtwertzone. Wer ein Grundstück erwerben oder verkaufen möchte, fragt sich, was dieses wohl wert sein könnte. Aber auch bei Schenkungen, im Erbfall, für Statistiken und die Besteuerung hat der Bodenrichtwert Bedeutung.

In Deutschland werden von den kommunalen Gutachterausschüssen flächendeckend Bodenrichtwerte ermittelt und veröffentlicht. Grundlage dafür sind Analysen und Auswertungen von Grundstückskaufpreisen, die bei den Gutachterausschüssen vorliegen. So geben beispielsweise Notare anonym die Grundstückskosten nach Vertragsabschluss weiter.

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