Hammer Hauptbahnhof erhält Anti-Corona-Lack

Speziallack als Corona-Schutz: Der Hauptbahnhof Hamm ist im Januar 2021 dran.
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Speziallack als Schutz: Der Hammer Bahnhof ist im Januar dran.

Die Deutsche Bahn (DB) will Aufzüge und Treppengeländer am Hammer Hauptbahnhof mit einem speziellen Anti-Viren-Lack überziehen, der 99,9 Prozent aller Coronaviren und andere Keime abtöten soll. Die Arbeiten sollen im Januar oder Februar vorwiegend nachts stattfinden.

Hamm/Düsseldorf – Der Hauptbahnhof gehört zu den 209 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen, an denen die meistgenutzten Kontaktflächen mit dem Speziallack überzogen werden sollen. Die beiden anderen Hammer Stationen Bockum-Hövel und Heessen sind nicht dabei; auch in Bönen, Drensteinfurt und Welver wird die DB vorerst nicht tätig werden. Werne soll den Lack allerdings bekommen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Der Anti-Viren-Lack ist nach DB-Angaben ein Baustein im Hygienekonzept an den Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören unter anderem die Bereitstellung von Desinfektionsspendern, ein Wegeleitsystem und Abstandsmarkierungen sowie häufigere Reinigung.

Der Anti-Corona-Lack wird landesweit auf Geländer an rund 700 Treppen sowie auf die Bedienfelder von mehr als 400 Aufzügen aufgetragen. Der Lack müsse gut eine Stunde einwirken, sagte ein Bahnsprecher. Aufzüge und Treppen würden solange gesperrt, man werde deshalb hauptsächlich nachts arbeiten. Begonnen wurde mit der Lack-Auftragung in Essen. Hamm sei für Januar oder Februar vorgesehen. Der genaue Termin sei von der Witterung abhängig, es dürfe nicht kälter als 5 Grad Celsius sein.

Anti-Cornoa-Lack für Bahnhof: aktiver Schutz für Reisende

„Durch den Einsatz des Lacks wird die Übertragung von Keimen und Bakterien minimiert“, sagte Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service West. „Das Ansteckungsrisiko für Krankheiten wie Covid-19 ist damit deutlich geringer. Wir leisten somit einen aktiven Schutz zur Gesundheit unserer Reisenden und Besucher.“ Der Einsatz des Schutzlacks kostet demnach rund 200.000 Euro und wird über das „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

„Permanente Reinigung, Desinfektion und Virenschutz-Lack: Das ist der bestmögliche Infektionsschutz“, sagt Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. „Diesen wichtigen Beitrag im Hygiene-Konzept der Bahn fördern wir gern.“

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